Das Phantom der Oper


Originaltitel:
The Phantom of the Opera
Jahr:
1925
Eingetragen:
26.11.2010
Bearbeitet:
08.01.2012
IMDB-Wertung:
7,7/10


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Solche Zettel tauchen haufenweise auf
Christine (Mary Philbin) ist bislang ein kleines Licht im Chor der Pariser Oper. Das ändert sich, als ein niemals zu sehender „Mentor“ sich ihrer annimmt: Diese Stimme flüstert ihr nicht nur Komplimente zu, die ihr Selbstbewusstsein stärken, sondern der Unbekannte wird auch sehr konkret tätig – er räumt Rivalinnen aus dem Weg und sendet der Opernleitung Drohbriefe, die die Besetzung der Hauptrolle mit Christine fordern. Noch fühlt diese sich geschmeichelt, was sich jedoch ändert, als sich die Identität dieses herausstellt: Es ist Erik (Lon Chaney), das legendäre Phantom, das in der Oper lebt. Irgendwann ist diesem auch das reine Starren nicht mehr genug – es entführt Christine in seine unterirdischen Katakomben.

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Teile des Films sind in Farbe gedreht
Dies ist nicht die erste Verfilmung von Leroux' Phantom der Oper, jedoch die älteste „überlebende“. Um genau zu sein handelt es sich bei den Versionen, die man üblicherweise heutzutage sehen kann, bereits um eine „überarbeitete“ Version: Im Jahr 1929 wurde der ursprüngliche Stummfilm mit „Soundeffekten“ „aufgewertet“ und es wurden neue Szenen mit gesprochenen Dialogen eingefügt. Die moderne Restaurierung der Originalversion baute einige dieser „neuen“ Szenen auch in die „stumme“ Version ein, da Teile des Originals schlicht und einfach verloren waren.

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Erik gesteht Christine seine Liebe...
Es ergibt sich erfreulicherweise trotzdem ein erzählerisch wie auch optisch recht konsistentes Bild. Überhaupt orientiert sich der Film recht nah an der Vorlage. Im Gegensatz zu den meisten „moderneren“ Versionen „fehlen“ die „romantischen“ Aspekte, die mit der Zeit immer dominanter wurden. Die einseitige Liebe Eriks für Christine ist hier eine reine Besessenheit. Selbst sein „entstelltes“ Gesicht lässt sich in seiner Ausprägung absolut mit der verbalen Beschreibung des Romans vereinbaren.

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...beobachtet kurz darauf jedoch ihren „Betrug“
Von einem künstlerischen Anspruch, wie ihn bildlich beispielsweise bekannte deutsche Filme zur gleichen Zeit zeigten, kann man beim Phantom der Oper allerdings trotz guter Trick- und Schnitttechnik dagegen kaum sprechen. Die Erzählungtechnik selbst ist zwar sehr gut, aber die eingesetzten Stilmittel bleiben meist eindimensional. Was allerdings nicht verhindert, dass es sich hierbei wahrscheinlich um die beste Verfilmung des Stoffs handelt.

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