Der Fluch von Siniestro


Originaltitel:
The Curse of the Werewolf
Jahr:
1961
Eingetragen:
29.11.2010
IMDB-Wertung:
5,9/10

Ein Bettler (Richard Wordsworth) kommt auf die Hochzeitsfeier des Marques Siniestro (Anthony Dawson). Dieser zwingt ihn mittels des Versprechens von Tischabfällen zu demütigenden Darbietungen zur Belustigung der angeheiterten Gäste. Zum Abschluss der Feier wird er in den Kerker geworfen und dort vergessen. Seine einzige „Freundin“ ist ein stummes Mädchen, das ihm immer das Essen bringt. Jene wächst zu einer attraktiven Frau heran (Yvonne Romain), die jedoch bei ihrem Herren in Ungnade fällt und so schließlich ebenfalls im Kerker landet. Hier fällt der mittlerweile völlig verwilderte Bettler über sie her (danach ist ihre Haut etwas dreckig, das Kleid ist jedoch weiterhin makellos in Ordnung).

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Die Eltern des Werwolf – noch durch Gitterstäbe getrennt

Sie kommt nun nach ihrer Flucht aus dem Schloss im Haushalt des freundlichen Don Alfredo Corledo (Clifford Evans unter. An Weihnachten wird das Kind, das durch ihre Vergewaltigung entstanden ist, zur Welt – sie stirbt bei der Geburt. Corledo zieht den Sohn Leon (Justin Walters) wie seinen eigenen auf. Als dieser zehn Jahre alt ist, gibt es einigen Ärger mit toten Ziegen in der Region. Seine „Eltern“ entdecken: Er ist ein Werwolf. Ein hinzugezogener Priester (John Gabriel) rät ihnen, dass der Junge vor Allem elterliche Liebe brauche, um seine tierischen Triebe zu unterdrücken. Sicherheitshalber fertigt der Vater jedoch schonmal eine silberne Kugel aus einem Kruzifix an...

Weitere zehn Jahre später ist Leon nun zu einem ansehnlichen jungen Mann geworden (Oliver Reed). Das „Erwachsenenleben“ lässt jedoch die alten Triebe wieder aufkommen...

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Der erwachsene Werwolf kurz vor der Transformation

Man merkt es schon: Die Handlung ist völlig zerfasert. 20 Minuten mit dem Bettler, dann zehn Minuten, bis das Kind überhaupt geboren wird, dann weitere 15 Minuten, bis es erwachsen ist. Einheit der Zeit ist keinesfalls gegeben, eine klare Hauptperson ist nicht auszumachen. Überhaupt scheint Der Fluch... als ernsthaftes Kostümdrama gemeint zu sein, nicht als Horrorfilm. Dafür ist der Stoff jedoch deutlich zu dünn und die Darsteller zu schwach (rein nach optischen Gesichtspunkten ausgewählt).

Geradezu albern zeigt sich dann das Finale, das dermaßen aufgesetzt „tragisch“ wirkt, dass man eigentlich nur noch lachen kann. Mit irgendeinem Charakter, der „gefühlt“ gerade eben erst eingeführt wurde und seitdem die meiste Zeit in einer Zelle verbracht hat, ist es schwierig, Empathie zu empfinden.

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