Der rote Schatten


Originaltitel:
Circus of Horrors
Jahr:
1960
Eingetragen:
29.11.2010
IMDB-Wertung:
6,2/10

Der zweifelhafte Schönheitschirurg Rossiter (Anton Diffring) muss nach einem misslungenen Job schnell das Land verlassen. In Frankreich trifft er auf einen ruinierten Zirkus, zu dem neben dem Besitzer Vanet (Donald Pleasence) und seiner Tochter Nicole (Carla Challoner; später: Yvonne Monlaur) nur noch ein paar ältliche Tiere gehören. Rossiter operiert die Narben im Gesicht des Mädchens weg und übernimmt nach dem Unfalltod ihres Vaters die Leitung unter dem Decknamen „Schüler“. Sein Plan: Er operiert die Gesichter von Verbrecherinnen, die daraufhin in seinem Zirkus auftreten können, ohne erkannt zu werden. Natürlich hat er all diese „Patienten“ in der Hand aufgrund des Wissens über ihr Vorleben.

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Prostituierte, Diebin, Narbe im Gesicht – Zielgruppe

Über die Jahre wird der Zirkus zu einer Sensation in ganz Europa. Die Show ist atemberaubend, jedoch hat der Zirkus auch bereits einen Beinamen bekommen: der verfluchte Zirkus. Das liegt daran, dass es mit einer auffälligen Häufigkeit zu tödlichen „Unfällen“ bei den riskanten Aufführungen gekommen ist. Tatsächlich steckte natürlich jeweils bewusste Manipulation (also Mord) dahinter: Rossiter/Schüler will verhindern, dass auch nur einer seiner Schützlinge seinen Zirkus verlässt, um ein neues Leben zu beginnen – denn er plant weiterhin, irgendwann mit seinen beachtlichen Erfolgen in der Schönheitschirurgie an die Öffentlichkeit zu treten und braucht dafür seine „Demonstrationsbeispiele“.

Letzteres ist allerdings eher eine bereits recht weitreichende Interpretation. So richtig klar ist der Plan des Bösewichts niemals – abgesehen von dem offensichtlichen Aspekt, sich selbst unter einer Tarnidentität vor der Polizei versteckt zu halten. Darüber hinaus bleibt alles mehr als schwammig.

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Wenn das mal nicht nach einem „Unfall“ riecht

Überhaupt auch ein ziemlicher Zufall, auf wie viele junge Frauen mit makellosen Körperproportionen Schüler trifft, die kriminell sind, ein „entstelltes“ Gesicht haben und absolut artistisch begabt sind! Jegliche Logik verabschiedet sich dann, als eine „Insassin“ des Zirkus Schüler bereits komplett in der Hand hat, da sein Mordversuch an ihr fehlgeschlagen ist, aber trotzdem begibt sie sich in die Manege für einen weiteren lebensgefährlichen Auftritt.

So kommt niemals der Eindruck einer wirklichen Handlung auf. Das bisschen dünner Plot scheint eher dazu da zu sein, abgefilmte Zirkusszenen ein wenig zu verbinden. Die vielleicht für sich beurteilt nicht mal schlecht sind – aber den „Horrorplot“ kann man vergessen.

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