Alarm im Weltall


Originaltitel:
Forbidden Planet
Jahr:
1956
Eingetragen:
08.12.2010
Bearbeitet:
08.01.2012
IMDB-Wertung:
7,7/10

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Robbie
Vor zwanzig Jahren landete eine erste Expedition auf dem Planeten Altair IV. Leider besteht seitdem keinerlei Kommunikation zur Erde, so dass ein neues Schiff unter dem Kommando von John Adams (Leslie Nielsen) hinterhergeschickt wird. Adams und seine Crew treffen auf genau einen Überlebenden: Dr. Morbius (Walter Pidgeon). Dieser lebt hier mit seiner bereits auf diesem Planeten geborenen Tochter Altaira (Anne Francis) sowie dem unglaublich vielseitigen Roboter Robby in großem Luxus.

Die Geschichte der Expedition, die Morbius erzählt, ist jedoch weniger erfreulich: Alle Mitglieder außer ihm und seiner (mittlerweile verstorbenen) Frau sind kurz nach der Landung umgekommen: Sie wurden von einer unsichtbaren Kraft oder einem Wesen regelrecht in Stücke gerissen. Ihr Raumschiff explodierte schließlich beim verzweifelten Fluchtversuch der letzten paar Überlebenden.

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Krell-Maschinerie
Diese Vorkommnisse konnte Morbius niemals erklären, dafür fand er jedoch unter der Erde die Überreste einer vor Millionen Jahren untergegangenen Zivilisation, die er „Krell“ nennt. Die Krell waren den Menschen technologisch weit voraus und Morbius hat es sich zu seiner Aufgabe gemacht, diese Geheimnisse zu ergründen. In den letzten 20 Jahren hat er bereits Einiges durchdringen können. Das beeindruckenste Projekt hatten die Krell anscheinend direkt vor ihrem plötzlichen Verschwinden in Angriff genommen: die Möglichkeit, allein durch Gedankenkraft beliebige Materie an beliebigen Orten zu erzeugen und somit völlig von ihrer physikalischen Existenz unabhängig zu werden.

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Konflikte brechen auf
Doch, natürlich kommt es, wie es kommen musste: Wie von Morbius befürchtet taucht nun, da sich wieder andere Menschen auf dem Planeten aufhalten, das Monster wieder auf. Schnell fallen ihm diverse Mitglieder der Besatzung zum Opfer und keine Waffe scheint es aufhalten zu können...

Alarm im Weltall schafft einen schier unglaublichen Spagat: Einerseits ist es kein primitives Spezialeffekttheater ohne Anspruch (wobei die Trickeffekte schon sehr ansehnlich sind – sie sind nur sparsam eingesetzt), wie im Science-Fiction-Genre vielfach üblich, andererseits macht es jedoch sogar eine überladene Shakespear-Vorlage (Der Sturm) unterhaltsam und ansehbar.

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Das Monster unter Beschuss
Die interessanteste Figur ist dabei natürlich Morbius. Durch sein Training mit den immer noch funktionalen Krell-Apparaturen und sein Studium von deren Technologie ist er wissens- und intelligenztechnisch den anderen Menschen meilenweit voraus. Trotzdem erkennt er in seiner Überheblichkeit die scheinbar offensichtlichen Zusammenhänge nicht. So endet der Film mit einer bitteren Zivilisationskritik – der Erkenntnis, dass auch in den Menschen, trotz aller zivilisatorischer und gesellschaftlicher Errungenschaften, immer noch unzähmbare Urinstinkte stecken.

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