Der Wüstenplanet


Originaltitel:
Dune
Jahr:
1984
Eingetragen:
09.12.2010
Bearbeitet:
28.07.2013
IMDB-Wertung:
6,6/10

Zwei verfeindete Adelshäuser, die Atreides und die Harkonnen, streiten sich um die Kontrolle über den Planeten Arrakis („Dune“). Dieser ist von essentieller strategischer Bedeutung für das gesamte Weltall, weil nur hier das sogenannte „Spice“ abgebaut werden kann, das für die Raumfahrt benötigt wird.

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Die königliche Familie

Im Hintergrund schmiedet der galaktische Imperator (José Ferrer) Intrigen: Er lockt Herzog Atreides (Jürgen Prochnow) auf den Planeten, um ihn dort der Gewalt des Barons Vladimir Harkonnen (Kenneth McMillan) auszuliefern. Dies gelingt mit Hilfe eines Verräters, der Herzog kommt ums Leben uns seine Familie, Ehefrau Jessica (Francesca Annis) und Sohn Paul (Kyle MacLachlan) werden gefangen genommen, können jedoch entfliehen.

Mitten in der Wüste sind sie jedoch so gut wie verloren – stoßen allerdings auf die Ureinwohner des Planeten, die Fremen, und ihren Anführer Stilgar (Everett McGill). Gemeinsam versuchen sie, die Allianz der Harkonnen und es Imperators von Arrakis zu vertreiben...

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Ein riesenhafter Sandwurm

Einerseits ist Dune eine recht simple Erlösergeschichte, die nur dünn den eigentlichen Hintergrund (Arrakis = arabische Welt, Spice = Öl) bemäntelt. Andererseits ist der Roman sehr komplex, da es sehr viele beteiligte Parteien mit jeweils eigenen Interessen und noch viel mehr Handlungsstränge gibt.

So beginnt der der Film, obwohl er natürlich vernünftigerweise auch Vieles nur andeutet oder ganz weglässt, mit einer langen „Erklärungsphase“, in der erstmal die Tochter des Imperators (Virginia Madsen) größtenteils aus dem Off eine Einführung in die Welt gibt. Dann folgt ein weiterer Abschnitt, der einfach nur die Hauptcharaktere einführt, bevor dann nach gut 45 Minuten erst die eigentliche Handlung beginnt. Einige Geduld muss man also mitbringen.

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Leicht zu erkennen: die Russen... ähm, Harkonnen

Recht spektakuläre Szenen und eine große Menge bekannter Darsteller (neben den bereits genannten treten auch Max von Sydow, Sting, Patrick Stewart und Sean Young auf) entschädigen später dann durchaus für den doch recht langwierigen Anfang. Wobei Extremstfans des Romans den Film noch wieder aus anderen Gründen abzulehnen scheinen – angeblich nicht tiefgründig genug. Hierzu ist zu sagen: Dune ist eben ein Märchen – man sollte es nicht zu ernst nehmen.

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