Goldenes Gift


Originaltitel:
Out of the Past
Jahr:
1947
Eingetragen:
04.01.2011
IMDB-Wertung:
8,1/10

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Weder Gauner, noch Detektiv...
Jeff Bailey (Robert Mitchum), als frisch verlobter Besitzer einer kleinen Provinztankstelle anscheinend der Inbegriff der „Bodenständigkeit“, wird von seiner Vergangenheit eingeholt: Die Leute des Großgangsters Whit Sterling (Kirk Douglas) spüren ihn auf. Vor einigen Monaten hatte er, noch als Privatdetektiv, für diesen den Auftrag angenommen, dessen mit einer beträchtlichen Geldsumme davongelaufene Geliebte Kathie (Jane Greer) aufzuspüren.

In Mexiko hatte er sie auch gefunden... bei ihrem Anblick vergaß er jedoch seinen Auftag und tut sich stattdessen mit ihr zusammen. Doch Sterling schickte weitere Leute hinterher, was in einem Mord und einer verscharrten Leiche mündete – und daraufhin dem Untertauchen aller Beteiligten in verschiedenen Richtungen. Nun möchte Whit als „Wiedergutmachung“ für Jeffs Betrug einen anderen „Gefallen“ von ihm. Vorgeblich handelt es sich um einen einfachen Botengang – doch kann Jeff dem verschlagenen Gangster trauen oder ist dieser doch auf Rache aus? Zu allem Überfluss gibt es dann auch noch ein Wiedersehen mit Kathie...

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...sind Kathie gewachsen
Wie eine Blaupause des Film Noir: Betrug und Verrat zwischen gewissenlosen Menschen, aber letztendlich ist es nicht der große Unterweltboss mit seinen bezahlten Schlägern, der das Geschehen beherrscht, sondern die attraktive junge Frau, die aus reinem Spaß an der Freude die Männerwelt nach Belieben manipuliert. Mit dieser Rolle steht und fällt solch ein Film und sie ist hier bestens besetzt: Selten hat man das so kühl und gleichzeitig subtil gesehen.

Die anderen Darsteller kommen immerhin nicht in die Quere. Darüber hinaus bemerkenswert: Zumindest in der ersten Hälfte des Films gibt es ausnahmsweise mal einen Grund, warum der Protagonist seine Geschichte aus dem Off erzählt/kommentiert. Und dann wartet noch ein bzgl. des persönlichen Schicksals der Beteiligten passend dunkles, aber trotzdem interpretatorisch einigermaßen offenes Ende – ein Highlight!

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