Das Testament des Dr. Mabuse


Originaltitel:
Das Testament des Dr. Mabuse
Jahr:
1933
Eingetragen:
11.01.2011
Bearbeitet:
08.01.2012
IMDB-Wertung:
7,9/10

Superverbrecher Dr. Mabuse (Rudolf Klein-Rogge) vegetiert in der Irrenanstalt dahin. Ob er seine Umwelt wahrnimmt, ist fraglich, jedoch schreibt er unentwegt unverständliches Gekritzel, das nur teilweise überhaupt Schrift ähnelt. Der Leiter der Anstalt, Professor Baum (Oscar Beregi) ist fasziniert von Mabuse und dem trotz Allem genialen Geist, der in seinem Kopf schlummert. Außerhalb des Instituts beginnt währenddessen eine Verbrechenswelle im Stil Mabuses. Ist sein wirres Geschreibsel eine Form kodierter Anweisungen? Doch wer schafft diese dann überhaupt heraus? Und warum gehen die Verbrechen selbst dann weiter, als Mabuse überraschend stirbt? Zumindest letzteres ist (für den Zuschauer) erklärbar: Mabuses Geist hat von Baum Besitz ergriffen.

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Mabuses Geist in Baums Büro
Wieder will Dr. Mabuse also die Gesellschaft ins Chaos stürzen und eine „Herrschaft des Verbrechens“ errichten. Interessant sind dabei die Einblicke in die bürokratische Organisation des Verbrechens: In einem Hinterzimmer werden den Ausführenden Anweisungen von einem hinter einem Vorhang versteckten Boss gegeben, ohne dass jenen jemals das Gesamtbild der eigentlichen Ziele eröffnet wird. So wissen sie immer nur genau das, was sie minimal zur Erfüllung ihrer Aufgabe wissen müssen – die eigentliche Planung liegt bei anderen (d.h. Mabuse).

Starke Parallelen zeigen sich darüber hinaus zwischen dieser Mabuse-Inkarnation und dem Nationalsozialismus: Gleich mehrere Aussagen tatsächlicher führender Köpfe dieser Gruppe werden Mabuse in den Mund gelegt. Brisanter Stoff für die Entstehungszeit!

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