Der Verlorene


Originaltitel:
Der Verlorene
Jahr:
1951
Eingetragen:
14.01.2011
Bearbeitet:
08.01.2012
IMDB-Wertung:
7/10

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Auch im Labor wird selbstverständlich geraucht
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Ist das schon das nächste Opfer?
Dr. Neumeister (Peter Lorre) ist Arzt in einem Flüchtlingslager. Hier trifft er einen Mann aus seiner Vergangenheit wieder: Dieser nennt sich nun „Nowak“ (Karl John), früher hieß er jedoch Hösch. Neumeister wiederum war im Krieg als Dr. Rothe im Bereich medizinischer Forschung tätig – ein kriegswichtiger Bereich, so dass ihm Hösch als Sicherheitschef zugeteilt war. Rothe selbst war eher der Kategorie „weltfremder Forscher“ zuzuordnen.

So bemerkte er seinerzeit auch nicht, dass seine eigene Verlobte seine Forschungsergebnisse an die Feinde weitergab. Er ermordete sie im Affekt, als er davon erfuhr. Hösch vertuschte die Sache jedoch, da Rothes Arbeit zu wichtig war: Der Tod wurde als Selbstmord deklariert. Rothe selbst konnte den Vorfall jedoch niemals verwinden, spührte danach einen Drang, wieder zu töten. Mit „Nowaks“ Auftauchen hat ihn die Vergangenheit nun eingeholt...

Lorres einzige Regiearbeit gibt sich arg melodramatisch. Darüber hinaus ist die Erzählstruktur nicht sonderlich geschickt: Dass sich die beiden alten Bekannten die gesamte Geschichte gegenseitig in diesem Detailgrad erzählen, ist völlig unnötig, da sie ja bereits das meiste davon wissen – der Vorwand der „permanenten Rückblende“ für den Zuschauer ist mehr als dünn. Auffällig ohne dies werten zu wollen: Dies ist sicherlich einer der Filme mit dem permanentesten und exzessivsten Zigarettenkonsum aller Zeiten – und das wird auch immer wieder verbal thematisiert. Was aber wahrscheinlich nur ein realistisches Abbild der Zeit ist.

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