Murder Rock, auch bekannt als
Slashdance – damit ist eigentlich schon alles gesagt. Tanzszenen, die gerne in
Flashdance vorkämen, und eine recht brutale Mordserie unter den Tänzerinnen.
Dabei handelt es sich genauer gesagt um eine Tanzschule (also eine für angehende Profis), aber nur drei der Schülerinnen können die ausstehende Anstellung bekommen. Entsprechend groß ist die Rivalität. Die ehemalige Profitänzerin Candice (
Olga Karlatos) soll ihnen den letzten Schliff geben. Da kommt es zum ersten Mord: Die Klassenbeste wird mit einer Hutnadel erstochen (selbstverständlich erst, nachdem sie entkleidet wurde). Dieser erste Mord wird dabei in einer detaillierten Langsamkeit gezeigt, dass es schon schwer zu ertragen ist. Danach wird es zum Glück besser – Regisseur
Lucio Fulci überschreitet nicht jegliche Grenzen wie im legendär-ekligen
New York Ripper.
Die Handlung ist nicht nur Nebensache, sie bewegt sich am Rande des Schwachsinns. Vor allem Anderen sind hier die Ermittlungsmethoden der Polizei zu nennen: „Hinweise“, die Jemandem
im Traum gekommen sind, werden verfolgt, Verdächtige werden rein aufgrund ihrer bevorzugten Kleidung ausgeschlossen usw. Nicht zu verachten ist auch ein Mordversuch, der von einer anderen Person verübt wird: Da nicht bis zum Ende durchgeführt, kann man das natürlich sofort verzeihen – juristisch wie persönlich.
Was man stattdessen in
Murder Rock bekommt sind annehmbar choreographierte Tanzszenen zu kitschigen Italodiscoklängen (Tanzfähigkeit scheint tatsächlich ein Castingkriterium gewesen zu sein), sehr niedlich anzusehende Darstellerinnen, die sich in jeder dritten Szene mehr oder weniger nackt zeigen und mit ähnlicher Frequenz Hutnadeln durch die Brust gestochen bekommen. Kann man sich angucken.