Rebecca


Originaltitel:
Rebecca
Jahr:
1940
Eingetragen:
23.01.2011
Bearbeitet:
08.01.2012
IMDB-Wertung:
8,3/10

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Beim ersten Treffen befindet sich Maxim in keiner guten Verfassung
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Auf die neue Mrs. de Winter warten allerdings auch einige unangenehme Situationen
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Insbesondere Mrs. Danvers ist schwierig zu ertragen
Als (namenlose) junge Gesellschafterin einer älteren Dame trifft Joan Fontaine in Monte Carlo den britischen Aristokraten Maxim de Winter (Laurence Olivier). Dessen erste Frau, Rebecca, ist kürzlich verstorben. Es kommt, wie es kommen muss: Bald zieht die „zweite Mrs. de Winter“ auf dem feudalen Landsitz Manderley ein. Doch nicht nur Maxim selbst scheint immer noch von der allen Erzählungen nach wunderschönen und hochklassigen Rebecca besessen: Ganz Manderley hat sie ihren Stempel aufgedrückt, der schönste Flügel des Hauses wird nicht mehr benutzt, ist immer noch mit ihren unangetasteten Räumlichkeiten besetzt, die wie ein Schrein in Ordnung gehalten werden.

Auf die Spitze treibt es jedoch Mrs. Danvers (Judith Anderson), die „Oberhaushälterin“ und nahe Vertraute Rebeccas. Auch, wenn sie sich formell natürlich nichts zu Schulde kommen lässt, so zeigt sie doch deutlich, dass diese neue Hausherrin ihrer Vorgängerin nicht das Wasser reichen kann und am besten sofort wieder zu verschwinden hätte – und wenn es per Selbstmord ist. Langsam beginnt die neue Mrs. de Winter dann doch ein Selbstbewusstsein zu entwickeln, doch dann holt sie alle die Vergangenheit doch noch ein: Das Segelboot, mit dem Rebecca seinerzeit gekentert war, wird gefunden – und die Umstände deuten nicht, wie vorher angenommen, auf einen Unfall hin.

Alfred Hitchcock selbst mochte den Film nicht besonders; der Stoff sei ihm als Bedingung für seinen Start in Hollywood „verordnet“ worden, passe aber eigentlich gar nicht zu ihm. Das ist kaum nachvollziehbar, finden sich in Rebecca doch zahlreiche Elemente, die in seinen sonstigen Filmen wiederholt auftauchen – insbesondere, was die melodramatischen Aspekte, die persönlichen Schicksale, die besessene Liebe und das Aufeinandertreffen mehrerer gesellschaftlicher Welten angeht.

Verzichten muss man natürlich größtenteils auf die Thriller-Komponenten: Erst ganz gegen Ende deutet sich eine mögliche Straftat überhaupt an, aber immerhin bekommt Hitchcock dadurch nochmal eine seiner Lieblingsszenen (gleich in mehreren seiner Filme zu finden) mit rein: eine Gerichtsverhandlung, in der Jemandem zwar keine juristische, aber unterschwellig sehr wohl moralische Schuld zugesprochen wird.

Darüber hinaus begegnen einem diverse bekannte Gesichter: George Sanders gibt zur Abwechslung mal den Fiesling, Nigel Bruce sorgt wie üblich für humoristische Auflockerung, C. Aubrey Smith ist wie immer der „Colonel“ und Leo G. Carroll einen Arzt. So bekommt man Alles in Allem eine hervorragende Packung – ernsthafte Schwachstellen sind nicht zu identifizieren.

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