Silence Becomes You - Bilder des Verrats


Originaltitel:
Silence Becomes You
Jahr:
2005
Eingetragen:
26.01.2011
IMDB-Wertung:
4,3/10

Die Schwestern Violet (Alicia Silverstone) und Grace (Sienna Guillory) haben einen Plan: Sie wollen ein Kind. Hierzu brauchen sie einen Mann, der allerdings mit dem „Lebenskünstler“ Luke (Joe Anderson) in einer Bar schnell gefunden ist. Dieser ist erstmal ganz froh, im Haus der beiden unterzukommen. Doch nicht alles läuft nach Plan, denn Violet will Luke nun nicht mehr einfach so „ablegen“, nachdem er seinen „Zweck“ erfüllt hat. Ganz zum Ärger ihrer selbstbewussten Schwester. Andererseits kann sie jedoch auch nicht ohne Weiteres die abgeschottete Welt ihres Elternhauses einfach verlassen...

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Zwei Arten...

Wie soll man das nennen? Vielleicht trifft „düsteres Märchen“ es noch am besten. Optisch weiß Silence Becomes You definitiv zu beeindrucken: Die Farbgebung und die Kulissen sind hervorragend. Immer wieder gibt es interessante Aufnahmen und Perspektiven zu sehen. Besonders herausgehoben werden dabei diverse Einstellungen, die im Gemäldestil aufgebaut sind.

Inhaltlich ist der Eindruck dagegen gemischt. Da gibt es viele Rückblenden in die Kindheit der beiden Schwestern, ihre „Erziehung“ durch ihren dominanten Vater, der seltsame, wirre, alchemistisch angehauchte Philosophien vertrat und die beiden immer von der Außenwelt abgeschottet hat – noch nicht mal eine reguläre Schule haben sie besucht. So ist Violet ewig ein Kind geblieben, während Grace das väterliche Weltbild („Nichts da draußen ist es wert zu besitzen“) völlig verinnerlicht hat.

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...von Gemälden

Aber: So richtig klar wird das alles nie – und zwar nicht auf eine gute Weise, also eine geistig anregende Unsicherheit. Vielmehr stellt sich irgendwann der Eindruck ein, dass es nicht viel mehr zu verstehen gibt. Große Nebelmaschinen für recht triviale Aussagen. Oder positiv interpretiert: Silence Becomes You zielt mehr auf emotionale Rezeption als kognitive ab.

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