Tenebrae - Der kalte Hauch des Todes


Originaltitel:
Tenebre
Jahr:
1982
Eingetragen:
02.02.2011
Bearbeitet:
24.10.2012
IMDB-Wertung:
7,2/10

Kriminalautor Peter Neal (Anthony Franciosa) ist auf einer Promotiontour durch Italien. In Rom geschehen zur gleichen Zeit einige blutige Morde, die nicht nur in ihrer Umsetzung genau durch Szenen seines neuesten Romans zu inspiriert sein scheinen, sondern in den Mündern der Opfer finden sich sogar herausgerissene Seiten jenes Romans. Sein Verleger (John Saxon) sieht darin primär gute Werbung. Die Polizei (Carola Stagnaro und Giuliano Gemma) sieht Neal dagegen als Verdächtigen – oder mindestens als wichtigen Schlüssel zum Fangen des Täters.

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Ein Mensch dokumentiert die Morde ganz genau

Es bleibt ihm also nichts anderes übrig, als selbst nach dem wahren Täter zu suchen. Sehr verdächtig ist einerseits seine ehemalige Verlobte (Veronica Lario), frisch aus der Nervenheilanstalt entlassen und ihm anscheinend auf dem Fersen. Eine andere Theorie wäre, dass sich ein Fan die „Moral“ des fiktiven Mörders des Romans, „Perverse“ „auszurotten“ zu Eigen gemacht hat. Mit solchen Predigten tut sich beispielsweise der Fernsehmoderator Berti (John Steiner) hervor. Dieser wird jedoch bald darauf ebenfalls tot aufgefunden. Trotz aller Erkenntnisse und Spuren – die Mordserie will einfach nicht abreißen.

Die große Zeit des italienischen „Giallo“ war in den 80ern eigentlich schon vorbei, da legte Regisseur Dario Argento mit Tenebre nochmal ein Highlight des Genres vor. Filmisch befinden wir uns hier auf höchstem Niveau. Inhaltlich ist es ein zwar nicht sonderlich originelles, aber trotzdem sehr vielschichtiges Spiel mit der Prämisse „nicht ist, wie es scheint“: Da gibt es Rückblenden, bei denen man nicht weiß, von wem diese Erinnerungen nun überhaupt stammen und ob sie überhaupt wahr sind; nur leise gehörte Dialoge ändern im Verlauf des Films plötzlich ihre Bedeutung oder sogar ihren Wortlaut und bieten somit plötzlich völlig neue Perspektiven auf das Geschehene; und nicht nur bzgl. der Identität der Verdächtigen gibt es eine wahre Achterbahnfahrt.

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Deutliche Verdachtsmomente kommen auf

In Kauf nehmen muss man natürlich, dass Tenebre recht blutig geraten ist. Was wohl der Grund für die Existenz zahlloser Schnittfassungen mit unterschiedlichen Altersfreigaben ist (bis hin zur Indizierung der meisten) – und nicht etwa der Auftritt der durch einen gewissen recht „freizügigen“ Film bekannt gewordenen und zum Enstehungszeitpunkt Tenebres immer noch nicht volljährigen Lara Wendel, die zur Abwechslung aber sogar mal ihre Klamotten anbehält, sondern nur, nachdem sie ausführlich von Neal in Augenschein genommen wurde, auf asexuelle Weise gemeuchelt wird.

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