Buck Rogers im 25. Jahrhundert


Originaltitel:
Buck Rogers in the 25th Century
Jahr:
1979
Eingetragen:
12.02.2011
Bearbeitet:
02.06.2012
IMDB-Wertung:
6,9/10

Astronaut „Buck“ Rogers (Gil Gerard) wird in einem kleinen Shuttle in den Weltraum geschickt. Doch etwas geht schief – sein Raumschiff wird aus der Bahn geworfen und er wird eingefroren. 500 Jahre später nähert er sich wieder der Erde… und ist nach dem Auftauen wieder quicklebendig!

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Die Zukunftsstadt ist leider nach dem Pilotfilm nicht mehr zu sehen
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Buck in den Händen Jack Palances
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Wilma auf Patrouille
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Die Regierungsmitglieder Dr. Huer und Dr. Theopolis (um Twikis Hals gehängt) beraten sich
Nun muss er sich in dieser futuristischen Gesellschaft zurechtfinden. Doch auch die Regierung im 25. Jahrhundert hat Verwendung für ihn: Als ihr Agent muss Buck gemeinsam mit Colonel Wilma Deering (Erin Gray) Abenteuer in den hintersten Winkeln des Universums bestehen.

Ob nun mal wieder einen Zusammenstoß mit dem drakonischen Imperium unter der Führung Prinzessin Ardalas (Pamela Hensley) gibt, es gilt, eine Gefangene zu befreien, Überläufern auf den galaktisch-olympischen Spielen geholfen werden muss oder ein Vampir auf einem verlassenen Raumschiff herumtreibt: Am Ende kann Buck immer seinem Vorgesetzten (oder Regierungschef – wird niemals klar) Dr. Huer (Tim O'Connor) den Erfolg melden.

Buck Rogers bleibt dabei seinen Wurzeln im Abenteuergenre treu: Mit dem richtigen Maß an Selbstironie und Humor kämpft sich der aufrechte Ritter immer wieder durch – umgeben von gutaussehenden Frauen und üblicherweise in interessanter (da fremder) Umgebung. Leicht nervig allein Bucks Roboter „Twiki“ (Felix Silla; Stimme: Mel Blanc), der im Prinzip die „politisch korrekte“ Version der klassischen Rolle „dummer, lustiger Neger mit dem Herz am rechten Fleck“ ist. Davon abgesehen kann man sich das allerdings im Rahmen des Genres kaum besser wünschen.

...und dann beginnt plötzlich die zweite Staffel und alles ist anders. Nun sind Buck, Wilma und Twiki plötzlich auf einer neuen Mission auf der Suche nach den „verlorenen Völkern“ der Erde (Kontakt mit den Kolonien war in dieser Welt in einem Atomkrieg verloren gegangen). Der Rest der Charaktere ist nicht mehr zu sehen – stattdessen gibt es neue, die von uninteressant (Jay Garner als „Admiral Asimov“, Wilfrid Hyde-White als „Dr. Goodfellow“) bis nervig (Thom Christopher als „Hawk“, Jeff David als noch ein nerviger Roboter) rangieren.

Schlimmer jedoch: Die Stories befinden sich plötzlich auf dem dümmlichsten Niveau von Raumschiff Enterprise und Kampfstern Galactica. Der Humor ist nur noch kindisch und die „Spannung“ befindet sich auf ähnlich naiver Stufe. Nur eben nicht mehr in der ironischen Naivität der ersten Staffel, sondern reiner naiven Plattheit. Kein Wunder und auch kein Verlust, dass die Serie daraufhin abgesetzt wurde.

Man kann es insgesamt also nicht häufig und deutlich genug sagen: erste Staffel – toller Spaß; zweite Staffel – uninteressanter Schrott.

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