Batman hält die Welt in Atem


Originaltitel:
Batman
Jahr:
1966
Eingetragen:
14.02.2011
Bearbeitet:
02.06.2012
IMDB-Wertung:
6,5/10

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Batman und Robin in ihrem Versteck
Batman (Adam West) und Robin (Burt Ward) bekommen es mit einer Allianz mehrerer Bösewichte zu tun: Joker (Cesar Romero), Pinguin (Burgess Meredith), Riddler (Frank Gorshin) und Catwoman (Lee Meriwether) haben sich verbündet mit dem Ziel... das bleibt bei näherer Betrachtung ungeklärt.

Konkret stellt sich das so dar, dass die vier die Jacht eines exzentrischen Millionärs (Reginald Denny) entführen, der eine Formel zur „Dehydrierung“ dabei hat, dass Catwoman sich als russische Reporterin „Kitka“ getarnt erst an Batman und dann an Bruce Wayne ranmacht (unwissend, dass das die gleiche Person ist). Letztlich geht es um ein bizarres Kidnapping von UN-Repräsentanten mit unklarem Ziel.

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Die Bösewichte in ihrem U-Boot
Spielt aber auch keine ernsthafte Rolle: Es wird einfach eine lustig gemeinte Szene an die nächste gehängt. Einige sind albern-bizarr: Batman kämpft an einer Strickleiter hängend mit einem offensichtlichen falschen Hai, der nicht nur nach Gummi aussieht, sondern auch so klingt – und um ihm das „Bat-Anti-Hai-Spray“ zu übergeben, macht Robin völlig ohne Sinn und Verstand noch einen kleinen Zirkustrick – und das ganze endet damit, dass der Hai explodiert. Andere Szenen bedienen sich dagegen hintergründigerem Humor. Primär sind hier die Anspielungen auf die übertriebene Ernsthaftigkeit vieler der Vorlagen zu nennen: Ob nun die seltsamen Moralvorstellungen und -predigten oder die „Tragik“, als sich herausstellt, dass es sich bei Batmans geliebter „Miss Kitka“ tatsächlich um Catwoman handelt.

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Noch ahnt Bruce Wayne nicht, dass er Catwoman vor sich hat
Aber: Damit sind die tatsächlich witzigen Szenen auch schon beinahe komplett aufgezählt. Höhepunkt und gleichzeitig Enttäuschung, die die Qualität des Films eigentlich gut zusammenfasst, ist die Szene, in der Batman versucht, eine lächerlich aussehende Bombe zu „entsorgen“: Egal, wo er hinläuft, um sie wegzuschmeißen, trifft er Mütter mit Babys, Nonnen, eine Blaskapelle, eine Entenfamilie,... sehr witzig, aber der richtige Moment zum Aufhören wird verpasst – man kann den besten Gag zu Tode reiten und das wird hier gemacht.

Die Gagdichte ist insgesamt leider zu dünn und die Handlung ist nicht entscheidend umfangreicher als in einer durchschnittlichen Folge der zugehörigen Serie. Solche „strukturellen“ Auffälligkeiten wie der permanente Einsatz schiefer Kameraperspektiven, sobald die Bösewichte ins Bild kommen, laufen sich auch schnell tot. Insgesamt also ganz amüsant, aber es hat auch deutliche Längen.

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