Ein Unsichtbarer geht durch die Stadt


Originaltitel:
Ein Unsichtbarer geht durch die Stadt
Jahr:
1933
Eingetragen:
18.02.2011
IMDB-Wertung:
5,2/10

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Harry führt Fritz den Unsichtbarkeitsapparat vor
„Der schnelle Harry“ (Harry Piel) ist ein (im Rahmen seiner beruflichen Möglichkeiten) erfolgreicher Taxifahrer in Berlin. Gerne würde er der Blumenverkäuferin Annie (Annemarie Sörensen) näherkommen, aber die ziert sich. Eines Abends findet Harry jedoch einen Koffer mit einem seltsamen Gerät in seinem Taxi, den ein Fahrgast zurückgelassen hat. Der Apparat macht ihn unsichtbar. Harrys Freund Fritz (Fritz Odemar) schlägt vor, dies zum Bankraub einzusetzen, aber davon will der nichts wissen. Stattdessen verkauft er sein Taxi, um Startkapital zu haben für einen Ausflug auf die Pferderennbahn. Hier setzt er auf einen absoluten Außenseiter und sorgt mittels seiner neugewonnenen Fähigkeit dafür, dass dieser gewinnt.

Harry zieht in ein feudales Anwesen, kann sich nun selbst Angestellte leisten – und genießt das Leben. Annie ist Harrys plötzlicher Reichtum jedoch eher suspekt. Schauspielerin Lissy (Lissy Arna) ist dagegen materialistischer eingestellt und bandelt mit dem Neureichen an. Für sie springt unter anderem eine erkaufte Hauptrolle heraus. Als jedoch Fritz den Unsichtbarkeitsanzug klaut und seinen geplanten Bankraub in die Tat umsetzt, muss Harry nicht nur seinen ehemaligen Freund aufhalten, sondern er erfährt auch sehr schnell, wer eigentlich seine wahren Freunde sind.

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Kein Nazifilm wäre komplett ohne Zeppelin
Größtenteils ist dieser Unsichtbare als relativ seichte Komödie mit einfacher Moral inszeniert. Teilweise ist das ganz witzig gelungen (beispielsweise in der Szene, in der sich die Mitglieder der „feinen Gesellschaft“ über Harry echauffieren, sich es aber trotzdem nicht nehmen lassen, dessen Cognac zu saufen), teilweise aber auch sehr gewöhnlich.

Umso überraschender, dass die lange „Verfolgungsjagd“ am Ende dann recht ausführlich und spektakulär geraten ist. Die „Unsichtbarkeitseffekte“ sind dagegen lächerlich simpel: Diese basieren rein auf Schnitttechnik – von „Tricks“ kann man eigentlich gar nicht sprechen. Es bleibt zwar „leichte Kost“, aber immerhin abwechslungsreiche.

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