Stadt im Meer


Originaltitel:
City in the Sea
Alternativtitel:
War Gods of the Deep
Jahr:
1965
Eingetragen:
20.02.2011
IMDB-Wertung:
5,4/10

Cornwall, 1903. Jill Tregillis (Susan Hart) wird von einem humanoiden Unterwassermonster aus ihrem Haus verschleppt. Ben Harris (Tab Hunter), Harold Tufnell-Jones (David Tomlinson) sowie dessen Henne entdecken ein System unterirdischer Höhlen und Gänge unter dem Haus. Diese führen in eine Stadt, in der auffällig altmodisch gekleidete Seeleute ihr Dasein fristen – angeführt von Vincent Price. Diese Stadt ist allerdings vom Untergang bedroht: Der nahe Vulkan rumort...

war_gods_of_the_deep01.jpg
Ausblick in die Unterwasserwelt

Was man in den 60ern nicht alles tat, um „Poe-Verfilmung“ draufschreiben zu können. „Die Stadt im Meer“ ist ein kurzes (nicht etwa episches) Gedicht, das eine unheimliche Stadt beschreibt – mehr nicht. Die hiesige Geschichte ist eine rein originäre Erfindung, die nichts damit zu tun hat.

So hinterlässt der Film auch einen eher gemischten Eindruck. Ein paar ganz gute Ideen gibt es: der verlangsamte Alterungsprozess der Bewohner der Unterwasserstadt beispielsweise. Jedoch: Das hat letztlich überhaupt keine Funktion in der Handlung, sondern dient nur dazu, ein paar weitere Minuten zu füllen! Ähnlich ist es mit dem Todesthema: In jedem der Poe-Filme der Zeit musste es ja irgendwie um tote Ehefrauen und die Verzweiflung der Ehemänner gehen. So muss Price hier mal wieder seine verstorbene Frau in der Hauptdarstellerin wiedererkennen. Wiederum völlig funktionsloser Nebenplot.

war_gods_of_the_deep02.jpg
Angriff billig kostümierter Kiemenmenschen

Praktisch die gesamte Handlung findet in langwierigen Gesprächen im Mittelteil statt. Dies ist leider auch der schwächste Abschnitt des Films. Der Anfang, mit den düsteren Kulissen des Hauses und dem optisch beeindruckenden Abstieg in die Tiefe, weiß ebenso zu gefallen, wie die Unterwasser-Kampf- und Jagdszenen am Ende. Letztere sind überraschenderweise sogar recht realistisch geraten: langsame, schwerfällige Bewegungen mögen erstmal wenig actionreich wirken, sind aber mal eine willkommene Abwechslung, da nicht ganz so abgenudelt.

Kommentare



Name:
Passwort (leer):
Botverifikation:
Bitte gib das Entstehungsjahr dieses Films ein!
Kommentar: