The Brighton Strangler


Originaltitel:
The Brighton Strangler
Jahr:
1945
Eingetragen:
08.06.2010
Bearbeitet:
04.01.2013
IMDB-Wertung:
6,4/10

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Aus Theater…
Der Schauspieler Reginald Parker (John Loder) spielt bereits seit Ewigkeiten vor ausverkauftem Haus den Mörder Edward Grey. Mit Ende dieses Jahres soll Schluss damit sein. Direkt nach seinem letzten Auftritt tauchen deutsche Flugzeuge am Himmel auf – Luftalarm in ganz London. Das Theater wird getroffen. Parker kommt zwar mit dem Leben davon, hat sich aber einen schweren Schlag auf den Kopf zugezogen. Ohne Erinnerung daran, wer er überhaupt ist, folgt er dem einzigen Hinweis, den er hat: Einem Gepäckaufbewahrungsschein. Am Fahrkartenschalter des Bahnhofs hört er, wie eine junge Frau (June Duprez) um eine Karte nach Brighton bittet – ein Stichwort aus seinem Stück. Parker denkt jetzt, er wäre Grey und beginnt, dessen fiktionalen Rachefeldzug in der Realität umzusetzen.

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…wird bitterer Ernst!
Es ist schon fast traurig, sich diesen Film anzuschauen. Er hat keine Trickeffekte, keine Starschauspieler, keine sonderlich spektakulären Szenen und einen nur mäßig originellen Plot – und trotzdem ist er sehr, sehr gut. Die Charaktere sind sympathisch (bis auf den nervigen US-Amerikanischen Soldaten, gespielt von Michael St. Angel), die Szenen spannend, die Dialoge wirken natürlich (und einige eher monologartige Ausbrüche des Protagonisten sind wirklich hörenswert) und insgesamt ist alles aufs nötige reduziert (was absolut positiv zu bewerten ist).

Ein „großer“ Film ist The Brighton Strangler also nicht. Aus dem Konventionellen tritt er allerdings immerhin mit seiner Schlussszene heraus. Hier wird tendenziell der Realismus für einen hochemotionalen Moment über Bord geworfen – aber es funktioniert und führt zu einem zwar traurigen, aber im Sinne des vorher geschehenen logischen Abschluss.

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