Circus der Vampire


Originaltitel:
Vampire Circus
Jahr:
1972
Eingetragen:
12.03.2011
IMDB-Wertung:
6,5/10

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Der Obervampir
Graf Mitterhaus (Robert Tayman) ist ein Vampir – dank seiner Wirkung auf Frauen fällt es ihm jedoch nicht schwer, im wahrsten Sinne des Wortes willige Opfer zu finden. Der männlichen Bevölkerung gefällt das weniger: Der Bürgermeister (Thorley Walters) organisiert einen Lynchmob, der dem Treiben des Bösewichts erfolgreich ein Ende bereitet. Allerdings nicht, ohne dass dieser noch eine Drohung ausstoßen kann: Tod und Verderben soll über den Ort kommen.

15 Jahre später scheint das Wahr zu werden. Die Pest geht um, das Dorf steht unter Quarantäne. In diese düstere Stimmung platzt ein Zirkus, der sich an den Wachposten vorbeigeschlichen hat. Deren Show bringt wieder ein wenig gute Laune in den Ort. Zu recht, denn wenn sich ein Tiger mitten im Sprung in einen Menschen verwandelt und andere Menschen plötzlich zu Vögeln werden, dann bleiben den Bewohnern logischerweise die Münder vor Staunen offenstehen.

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Wirkt erstmal unterhaltsam
Doch es steckt natürlich mehr dahinter: Zirkusmitglied Emil (Anthony Higgins) ist ein Verwandter des ermordeten Grafen. Er und die anderen Vampire wollen diesen nicht nur rächen, indem sie die Kindergeneration des Dorfes ausrotten, sondern ihn sogar wiederbeleben.

Es geht doch! Während sich ihre eigene Dracula-Reihe schon länger in einer kreativen Sackgasse befand, zeigten die britischen Hammer-Studios mit diesem Film (und Captain Kronos), dass sie aus dem abgenudelten Vampirthema doch noch etwas Originelles rausholen konnten.

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Doch das steckt hinter der Fassade
Von dem Ballast des Grafen befreit, bekommen wir hier auch ohne sonderlich bekannte Darsteller eine gelungene Gruselgeschichte zu sehen (selbst Kasper Walters macht nichts kaputt). Da passieren bizarre Dinge in einem Spiegelkabinett, der hiesige Graf taucht zwar nur am Anfang und am Ende auf, hinterlässt aber trotzdem einen bleibenden Eindruck und die seltsamen Angehörigen des Zirkus passen in ihrer unterkühlten Art ebenfalls sehr gut ins Bild.

Den sehr positiven Gesamteindruck rundet ab, dass die Originalität nicht ins Absurde abgleitet. Dem Grundthema des Vampirgenres, der Paranoia, bleibt auch der Circus der Vampire treu: Es mag nicht politisch korrekt sein, aber „fahrendes Volk“ mit Seuchen und sonstigen Gründen für Tod und Verderben kausal in Verbindung zu setzen, ist eine gute Entsprechung für das originale Dracula-Thema. Also rundum empfehlenswert!

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