Ich, Dr. Fu Man Chu


Originaltitel:
The Face of Fu Manchu
Jahr:
1965
Eingetragen:
16.03.2011
IMDB-Wertung:
6/10

Der Superverbrecher Fu Man Chu (Christopher Lee) wird geköpft. Damit scheint dieses Kapitel in der Karriere des Polizisten Nayland Smith (Nigel Green), der ihn jahrelang gejagt hatte, abgeschlossen. Nun ist er zwar zum Commissioner befördert worden, fühlt sich von den tag-täglichen Fällen, die bei Scotland Yard auftauchen, gelangweilt und unterfordert. Da wird der dänische Professor Merten (Walter Rilla; im Original: Müller) entführt und der Fall trägt die Handschrift Fu Man Chus.

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Fu Man Chu stößt Drohungen aus

Tatsächlich hat dieser überlebt: Ein Doppelgänger wurde hingerichtet. Nun operiert er vom Friedhof aus. Merten hatte an einer Substanz geforscht, die das ewige Leben verspricht – allerdings auch höchst effizient töten kann. Wie Mertens Assisten Carl Jannsen anmerkt: „Ein einziger Tropfen in der Wasserversorgung von London...“. Janssen, Mertens Tochter Maria (Karin Dor) sowie natürlich Dr. Petrie (Howard Marion Crawford) unterstützen Smith' Ermittlungen. Doch die bekommen einen deutlichen Dämpfer, als es Fu Man Chus Tochter Lin Tang (Tsai Chin) gelingt, auch noch Professor Gaskell (Harry Brogan) zu entführen. Dieser hat wahrscheinlich das Puzzlestück, dass Merten zum Abschluss seiner Forschungen noch fehlte...

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Er hat nicht gescherzt: Smith, Petrie und Janssen finden Leichenberge vor

Der Auftakt zu einer sehr wechselhaften Reihe von Fu-Man-Chu-Filmen. Diese Unbeständigkeit zeigt sich sogar schon immanent in diesem: Gesteigerten Sinn darf man dem Geschehen nicht abverlangen. Denn warum setzt Fu Man Chu beispielsweise seine hypnotischen Fähigkeiten, die er später so eindrucksvoll demonstriert, nicht direkt bei Merten ein, sondern muss stattdessen dessen Tochter entführen, um auf ihn Druck auszuüben? Und warum wird in manchen Szenen völlig unvermittelt losgeprügelt?

Die wahrscheinliche Antwort: Weil sowas nun mal zu spektakulär-aufregenden zusätzlichen Szenen führt. Jene sind hier auch isoliert betrachtet tatsächlich gut gelungen. Ebenso hat Fu Man Chus Plan die für das Genre notwendige Tragweite: Er vergiftet man eben im Handstreich ein komplettes Dorf und am Ende geht es dann sogar noch nach Tibet, wo es zum explosiven „Endkampf“ kommt. Doch natürlich überlebt Fu Man Chu auch diesen...

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