Der doppelte Mann


Originaltitel:
The Double Man
Jahr:
1967
Eingetragen:
09.06.2010
Bearbeitet:
09.04.2013
IMDB-Wertung:
5,8/10

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Die obligatorische Skiszene darf natürlich nicht fehlen
Yul Brynner spielt den CIA-Agenten Dan Slater, dessen Sohn in einem schweizer Internat unter der Leitung von Frank Wheatley (Clive Revill) bei einem scheinbaren Skiunfall ums Leben kommt. Slater entdeckt Hinweise auf Mord. Auch sein Vorgesetzter kann ihn nicht von Ermittlungen auf eigene Faust abhalten…

Der Doppelte Mann wäre der typische 60er-Jahre-Agentenfilm (James Bond lässt grüßen), gäbe es nicht die interessante Hauptfigur. Brynner spielt Slater als unsympathischen, gnadenlosen Menschen, der zwischen Gefühlskälte und Hitzköpfigkeit von einer Szene zur nächsten hin- und herfällt. Seinem Freund Wheatley macht er persönliche Vorwürfe wegen des Todes seines Sohns. Er kann selbst kleinere Nachlässigkeiten nicht verzeihen und zeigt dies mehr als deutlich. Wer kein perfekter Mensch ist, hat um ihn herum eigentlich nichts zu suchen.

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Wir sehen doppelt…
Dass eben dieser Charakterzug eigentlich ebenfalls eine Schwäche ist, erkennt er jedoch nicht und genau darauf setzen ironischerweise seine Gegner. Sie stellen ihm eine Falle, die nur deshalb funktioniert, weil Slater in seinem Vorgehen berechenbar ist. Weil er zu sehr von sich und seinen Fähigkeiten überzeugt ist. Weil er denkt, Niemandes Hilfe zu brauchen.

Ansonsten ist der Film routiniert besetzt: Britt Ekland und Anton Diffring sind in passenden Rollen zu sehen und liefern das ab, was man von ihnen erwartet. Auch nicht direkt mehr, ihre Rollen sind eher jeweils große Clichés als tatsächliche Charaktere. Doch auch das macht eigentlich nichts – gute Kost.

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