Die Hexe des Grafen Dracula


Originaltitel:
Curse of the Crimson Altar
Jahr:
1968
Eingetragen:
21.03.2011
Bearbeitet:
02.06.2012
IMDB-Wertung:
5,4/10

Robert Manning (Mark Eden) vermisst seinen Bruder Peter (Denys Peek). Dessen letztem Lebenszeichen folgend verschlägt es ihn in das Haus eines gewissen J.D. Morley (Christopher Lee). Dieser bestreitet zwar, jemals von Peter gehört zu haben, bietet Robert aber an, während seiner weiteren Suche in der Umgebung hier unterzukommen. Das kommt diesem ganz gelegen, insbesondere, da er sich so an Morleys gutaussehende Nichte Even (Virginia Wetherell) ranmachen kann.

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Traum oder Wirklichkeit?
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Michael Gough ist ebenfalls dabei
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Boris Karloff muss aus dem Rollstuhl spielen
Schon bald bekommt Robert selbst schlimme Albträume: In wirren Ritualen wird er in diesen aufgefordert, in einem Buch zu unterschreiben. Das Dorf ist währenddessen mit den Feierlichkeiten zum Jahrestag der Verbrennung der Hexe Lavinia (Barbara Steele) beschäftigt. In diesem Zusammenhang lernt Robert den Dämonologen Professor Marsh (Boris Karloff) kennen. Dieser kann ihm sowohl Hintergründe zu dem Fest erklären, als auch seine Träume interpretieren. So erfährt Robert unter Anderem, dass Lavinia ebenfalls eine Morley war – und er selbst der Nachfahre eines der Hexenjäger ist, die sie seinerzeit verbrannt haben.

Sind es also die Geister der Vergangenheit, die Robert einholen? Oder gibt es doch eine weltliche Erklärung für all die Vorkommnisse, die ihn plagen und auch für das Verschwinden seines Bruders verantwortlich sind?

Mal wieder ein Film, der zwar durchaus etwas hat, aber auch nicht so richtig gut ist. Erstens kann er sich nicht richtig entscheiden, ob er nun erstgenommen werden möchte. Generell kann man zwar nicht von einer Komödie sprechen, doch andererseits gibt es beispielsweise diese Szene, in der erst Boris Karloff von den Charakteren erwähnt wird („Ein wenig wie eines dieser alten Häuser in Horrorfilmen. Man wartet geradezu darauf, dass Boris Karloff gleich um die Ecke kommt.“) und eben dieser Schauspieler dann kurz darauf tatsächlich auftritt – wie ist das denn bitte zu verstehen?

Zweitens kommt die Auflösung nachher sehr plötzlich; das Ende sogar extremst unvermittelt. Wer nun von den üblichen Verdächtigen tatsächlich der Bösewicht ist und wer noch dazugehört, wirkt rein ausgewürfelt: Bis zum „Ende“-Schriftzug wartet man eigentlich darauf, dass noch weitere Enthüllungen folgen. Wieder mal muss sich Autor H.P. Lovecraft mit B-Ware auf Basis seiner Geschichten zufriedengeben. Und um jegliche vielleicht noch verbliebene Zweifel zu beseitigen: Mit Vampiren im Allgemeinen oder Dracula im Speziellen hat das natürlich alles nichts zu tun.

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