Die Nibelungen: Siegfried


Originaltitel:
Die Nibelungen: Siegfried
Jahr:
1924
Eingetragen:
27.03.2011
Bearbeitet:
08.01.2012
IMDB-Wertung:
8/10

NibelungenSiegfried01.jpg
Der Lindwurm
Siegfried von Xanten (Paul Richter), der König der Niederlande, trifft auf dem Weg nach Worms auf einen Drachen. Im Kampf kann er die Bestie bezwingen und kann dadurch nicht nur den unglaublichen Goldschatz der Nibelungen und ein paar magische Artefakte (magisches Schwert und Tarnkappe) einsacken, sondern ein Bad im Drachenblut macht ihn praktisch unverwundbar – bis auf eine Stelle an seinem Rücken, an dem ein Eichenblatt das Blut abgehalten hat.

NibelungenSiegfried02.jpg
Siegfried mit seinem frischerworbenen Schatz
Sein eigentliches Ziel in der Hauptstadt Burgunds ist jedoch Kriemhild (Margarete Schön), die Schwester König Gunthers (Theodor Loos). Bevor jener jedoch seine Schwester zur Hochzeit freigibt, verlangt er von Siegfried jedoch Unterstützung bei seinen eigenen Heiratsplänen: Brunhild (Hanna Ralph), die Königin des Nordlandes, ist nur bereit, einen Mann zu ehelichen, der sie in drei sportlichen Wettkämpfen schlägt. Dazu ist Gunther jedoch selbst nicht fähig – im Gegensatz zu Siegfried.

NibelungenSiegfried03.jpg
Die stolze Brunhild lässt sich von Gunther nicht einfach einwickeln
Doch all diese Betrügereien fliegen natürlich doch auf: Brunhild, nun zwar Königin Burgunds, verlangt den Tod Siegfrieds. Auch Gunther lässt sich von der Notwendigkeit, den „Superhelden“ loszuwerden, überzeugen, als ihm seine Ehefrau eine eigene Lüge auftischt. Die Hände schmutzig machen muss sich jedoch Hagen von Tronje (Hans Adalbert Schlettow), der treue Vasall Gunthers: Sein Speer trifft genau in Siegfrieds verwundbare Stelle.

Die Ehe von Burgunds König kann dies jedoch trotzdem nicht mehr retten: Die betrogene und hintergangene Brunhild nimmt sich selbst das Leben. Und mit Schwester Kriemhild hat Gunther noch eine neue Todfeindin gewonnen – sie will Hagens Tod.

NibelungenSiegfried04.jpg
Kriemhild vertraut Hagen – zu Unrecht
Monumental? Ja, absolut! Schon dieser erste Teil schlägt mit zweieinhalb Stunden zu Buche. Die Geschichte strotzt von Details, die man keinesfalls in der Gesamtheit wiedergeben könnte. Positiv beeindruckend dabei vor Allem, dass man sich auch Zeit nimmt, die einzelnen Szenen ausspielen zu lassen und nicht von einem Ereignis zum nächsten zu hecheln.

Woran es jedoch mangelt, sind die Handlungs- und Charakternuancen. Was hier überhaupt für Kräfte und Interessen hinter den vordergründigen Machtspielchen stehen, darauf wird nicht näher eingegangen. Ebenso ist es auf der persönlichen Ebene: Melodramatisch sind diese Liebesgeschichten zwar, aber weiter als „wahre Liebe“, die in Eifersuchtsdramen mündet, geht es nicht. Also viel Breite, aber wenig Tiefe.

Kommentare



Name:
Passwort (leer):
Botverifikation:
Bitte gib das Entstehungsjahr dieses Films ein!
Kommentar: