Die Nibelungen: Kriemhilds Rache


Originaltitel:
Die Nibelungen: Kriemhilds Rache
Jahr:
1924
Eingetragen:
28.03.2011
IMDB-Wertung:
7,8/10

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Lässt sich Attila zum Werkzeug für Kriemhilds Rache machen?
Ein Botschafter des Hunnenkönigs Attila (Rudolf Klein-Rogge) kommt zum Burgunder König Gunther (Theodor Loos). Attila möchte Kriemhild (Margarete Schön), die Schwester Gunthers und Witwe Siegfrieds, heiraten. Dieser kommt das durchaus gelegen, kommt sie doch dadurch in eine unerhöhrte Machtposition, die ihre Rachepläne vereinfachen könnte. Und auch Gunther hätte nichts dagegen, wenn sie erstmal aus dem Land wäre, da sie bislang ihre Zeit damit verbrachte, das Gold des Nibelungenschatzes ans Volk zu verteilen, um es damit gegen Hagen von Tronje (Hans Adalbert Schlettow), den Mörder Siegfrieds und engen Vertrauen Gunthers, aufzuwiegeln.

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Die Burgunder stemmen sich verzweifelt gegen die Hunnenhorden
Als Kriemhild schließlich Attilas Sohn zur Welt bringt, wird die gesamte Burgunder Familie zur Feier des Ereignisses eingeladen. Kriemhilds eigentliches Ziel ist es natürlich, bei der Gelegenheit Hagen um die Ecke bringen zu lassen. Attila sieht das Gastrecht zwar als heilig an, aber unter den Hunnenkriegern, die ohnehin gegen ihren König murren, finden sich genug willige Meuchelmörder. So dauert es trotz der Vorsicht der Burgunder nicht lange, bis es zu offenen, blutigen Kämpfen kommt. Die Burgunder verschanzen sich, sind jedoch hoffnungslos in der Unterzahl.

Epische Schlachtszenen bilden den Höhepunkt dieses Teils. Filmisch sind diese zweifellos sehr gut umgesetzt. Sauer stoßen dagegen einige inhaltliche Anklänge auf: Immer wieder wird die „deutsche Treue“ hochgehalten und ausführlichst wird an einer Dolchstoßlegende („unbesiegt im Kampf“) gebastelt. Das sowas überhaupt thematisiert wird und die Zielrichtung der Aussagen sprechen Bände – die Handschrift Thea von Harbous ist klar zu erkennen.

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