Totentanz der Vampire


Originaltitel:
The House that Dripped Blood
Jahr:
1970
Eingetragen:
09.06.2010
Bearbeitet:
28.05.2012
IMDB-Wertung:
6,6/10

Ein bekannter Darsteller im Horrorfilmgenre (Jon Pertwee) ist verschwunden. Für die Polizei ein klarer Fall: Der Fluch des Hauses, in dem er gewohnt hat, hat wieder zugeschlagen. Denn es gab dort schon vorher ähnlich mysteriöse Fälle: Ein Schriftsteller (Denholm Elliott) wurde von dem von ihm selbst ausgedachten Mörder verfolgt. Zwei ältere Männer (Peter Cushing und Joss Ackland), die beide die gleiche (verstorbene) Frau geliebt hatten, trafen sich hier und waren geradezu besessen von einer Wachsfigur. Ein Vater (Christopher Lee) versuchte hier, seine junge Tochter (Chloe Franks) völlig von der Außenwelt abzuschotten. Und zuletzt wird die Geschichte eben jenes Schauspielers erzählt, der in einem Krämerladen einen angeblich „authentischen“ Vampirumhang erstand, um damit neben seiner Filmpartnerin (Ingrid Pitt) besser rüberzukommen.

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Never act with animals or children
Produktionsfirma Amicus war zur Entstehungszeit bereits bekannt und beliebt für seine Episodenfilme. Dieser macht mit den Kurzgeschichten Robert Blochs durchaus Einiges richtig. Klar, die erste Geschichte ist nicht die Originellste. Die zweite Episode hat streng genommen nichts mit dem angeblich verfluchten Haus zu tun und die Wachsfigur, in die sich die Männer reihenweise verlieben, wirkt peinlich amateurhaft. Die darauf folgende Episode mit dem kleinen Mädchen macht das aber mehr als wett: Die perfekte Kälte und Brutalität, mit der Lee seiner Tochter jegliche Freude verbietet, bildet das absolute Highlight des Films. Zu einem runden, ironischen Abschluss kommt der Film mit der letzten Episode, die am Ende mit der Rahmenhandlung zusammenfließt – plötzlich ist alles nicht mehr ganz so ernst und das schlägt sich direkt auf die Stimmung des Zuschauers nieder. So bleibt Totentanz der Vampire nicht nur aufgrund der Starparade in positiver Erinnerung. Klug gemacht.

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