Robin Hood - Der Freiheitsheld


Originaltitel:
A Challenge for Robin Hood
Jahr:
1967
Eingetragen:
10.04.2011
Bearbeitet:
08.01.2012
IMDB-Wertung:
5,6/10

Während König Richards unfreiwilliger Abwesenheit flammen Kämpfe zwischen den herrschenden Normannen und den unterdrückten Sachsen auf. Sir Roger de Courtney (Peter Blythe) ist daran nicht unschuldig: Der junge Adlige treibt es so weit, Sachsen aus reinem sportlichen Vergnügen wie Wild zu jagen. Sein Cousin Sir Robin (Barrie Ingham) ist da humaner, rettet einen Jungen (John Gugolka) vor Rogers Zugriff – dessen Vater, ein enteigneter sächsiger Adliger, musste jedoch dran glauben.

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Die Bösewichte vergnügen sich beim Turnier

Rogers Vater bzw. Robins Onkel, Sir John de Courtney (William Squire) ist der Herrscher dieses Landstrichs. Er ist gerecht, aber alt und schwach. Schon bald liegt er auf dem Totenbett und verkündet seinen letzten Willen: Sein Besitz soll gleichmäßig zwischen seinen beiden Söhnen und seinem Neffen aufgeteilt werden. Roger will das jedoch nicht anerkennen: Er bringt seinen Bruder Henry (Eric Woofe) um und schiebt Robin die Schuld in die Schuhe. So ist er beide Konkurrenten mit einem Schlag losgeworden. Der einzige, der die Wahrheit kennt, ist der Mönch Tuck (James Hayter). Er warnt Robin, so dass die beiden mit der Hilfe von Robins Freund Will Scarletts (Douglas Mitchell) fliehen können.

Unterschlupf finden die Flüchtigen bei den Sachsen. Hier zeigt Robin in Macho-Kampfritualen sofort, wer der neue Boss ist – als „Robin Hood“ verbreitet er nun mit seinen Männern Angst und Schrecken unter den Unterdrückern rund um den Sheriff von Nottingham (John Arnatt). Als neuer Faktor betritt dann plötzlich die untergetauchte sächsische Adlige Lady Marian (Gay Hamilton) die Bühne...

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Deshalb „Robin Hood“

Gar nicht mal so übel, insbesondere, da die allzu altbekannten Handlungselemente immerhin mal neu zusammengesetzt werden. Auch, dass die Handlung um eine Ebene nach unten verlegt wurde, es also nicht mehr um den ganz großen Adel gibt, steht ihr gut zu Gesicht, weil es damit weniger unglaubwürdig wird, wie viel diese wenigen beteiligten Charaktere bewegen können.

Gleichermaßen positiv das Aussparen oder zumindest der nur sparsame Einsatz einiger Genreelemente, die eher am nervigen Ende des Spektrums liegen (z.B. kaum sinnloses Gelache). Doch solches Lob beinhaltet natürlich auch immer eine versteckte Kritik: Man darf auch nicht zu viel erwarten – unterhaltsame Abenteuerkost, aber der Mangel negativer Eigenschaften ist dann doch der größte Vorteil. Tieferer Anspruch Fehlanzeige.

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