Irrgarten des Schreckens


Originaltitel:
Asylum
Jahr:
1972
Eingetragen:
10.06.2010
Bearbeitet:
07.01.2014
IMDB-Wertung:
6,5/10

Eine Irrenanstalt ist der Schauplatz von Irrgarten des Schreckens. Nicht etwa eine „Nervenheilanstalt“. So sieht es zumindest der Leiter, Dr. Rutherford (Patrick Magee). Die Insassen seien allesamt unheilbar und könnten nur noch weggesperrt und „verwaltet“ werden. Der junge Bewerber Dr. Martin (Robert Powell) ist schockiert angesichts dieses Zynismus. Rutherford eröffnet ihm sein eigenes Schicksal: Der ehemalige Leiter der Anstalt, Dr. Starr, hat in ohne Anlass und Vorwarnung angegriffen (seitdem sitzt er im Rollstuhl) und sei seitdem ebenfalls Patient. Martin bekommt die Möglichkeit, mit allen Insassen zu reden. Erkennt er dadurch, wer Starr ist, bekommt er den Job.

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Trauer und Entsetzen
Die erste Patientin ist eine junge Frau (Barbara Parkins), die sich Bonnie nennt. Sie erzählt von einer Affäre mit einem verheirateten Mann und einem Mord, bei der die Leiche nicht tot bleiben wollte. Als nächstes trifft Martin auf einen Mann (Barry Morse), der behauptet, Schneider zu sein. Kurz vor dem finanziellen Ruin kam ein älterer Herr (Peter Cushing) zu ihm und gab einen besonderen Anzug in Auftrag. Dieser musste aus einem besonderen glänzenden Material bestehen und nach den okkulten Anweisungen eines Buchs angefertigt werden. Damit hofft er, seinen verstorbenen Sohn wiederbeleben zu können. Die dritte Kandidatin (Charlotte Rampling) war anscheinend schon häufiger in psychologischer Behandlung. Bei einer früheren Rückkehr nach Hause kam ihre Freundin Lucy (Britt Ekland) zu Besuch und es gab Tote. Der letzte Patient ist ein gewisser Dr. Byron (Herbert Lom). Er stellt sich selbst als Mediziner und Wissenschaftler vor und zeigt seinem „Kollegen“ Dr. Martin seine Sammlung von Figuren, deren Köpfe genaue Nachbildungen der nun bekannten Personen sind. Byron behauptet, dass es mehr als „Spielzeuge“ seien...

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Ist das Dr. Starr?
Von den Episodenfilmen aus den Amicus-Studios ist dies der Beste. Keine der vier Geschichten (geschrieben von Robert Bloch) enttäuscht. Die ersten beiden bieten zwar keine Überraschungen, sind aber spannend umgesetzt. Die dritte Geschichte fällt etwas heraus, da die Geschichte eher wie ein schauriges Märchen wirkt. Sehr seltsame Atmosphäre. Der Coup ist jedoch Byrons (Lom stiehlt allen anderen die Show, obwohl er nur ganz wenige Szenen hat) Geschichte, die direkt mit der Rahmenhandlung verschwimmt und mit einigen Schockmomenten aufwarten kann. Doch damit nicht genug – danach gibt es noch die überraschende und gruslige Aufklärung des Mysteriums, wer nun Dr. Starr war...

Was den Film darüber hinaus besser macht als die Konkurrenz ist, dass sich mehrere thematische quer durch den Film ziehen (primär sind hierbei das Beleben toter Materie und die Arroganz der Doktoren, die allesamt falsch liegen mit ihren Theorien und das bitter bezahlen müssen, zu nennen) und dass er einfach sehr effizient ist. Keine Minute wird verschwendet und die Rahmenhandlung ist nicht nur Staffage. Der Vorwand, warum Menschen unzusammenhängende Geschichten erzählen, wirkt niemals aufgesetzt. Was will man mehr?

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