Ein Altherrenclub (
Fred Astaire,
Melvyn Douglas,
John Houseman und
Douglas Fairbanks Jr.) kommt wöchentlich zusammen, um sich Schauergeschichten zu erzählen. Alle vier werden von Albträumen geplagt. Ein Mitglied ist der Bürgermeister Wanderley (Fairbanks). Dessen Sohn David (
Craig Wasson) stürzt aus dem Fenster seines New Yorker Apartments, als er an Stelle seiner Verlobten plötzlich eine verrottete Leiche sieht.
Davids Bruder Don (Wasson) kehrt nun in seinen Heimatort zurück, um für seinen Vater die Dinge rund um den Todesfall zu regeln. Die Todesumstände waren mehr als bizarr, und als dann auch noch Wanderley sr. von einer Brücke stürzt und Hawthorne (Astaire) ebenfalls Geister sieht, brechen die übrigen alten und jungen Herren ihr (teilweise jahrzehntelanges) Schweigen: Wie sich herausstellt, hatten sie alle eine Affäre mit der gleichen Frau – Davids Verlobter (
Alice Krige). Nur, dass dass es im Fall der vier Senioren zu deren Jugendzeit war und eigentlich damit geendet hatte, dass sie bei einer Rangelei ums Leben gekommen war. Wer war also die Sekretärin „Alma“ (Krige), die plötzlich an Dons College aufgetaucht war, mit ihm eine Affäre hatte, aber als es ihm zu schnell ging sich stattdessen an David herangeschmissen hatte?
Originalitätspreise gewinnt
Ghost Story natürlich nicht. Die gute Besetzung macht's jedoch wett: Einerseits die ungewöhnliche Riege der Altstars, die eigentlich schon längst „weg vom Fenster“ waren, teilweise hier sogar deutlich außerhalb ihrer Genres spielen und solche hervorragenden Dialogzeilen wie „jede Neuerung ist eine Neuerung zum Schlechteren“ in den Mund gelegt bekommen; andererseits Alice Krige, die ihre Rollen distanziert, kühl und mit abwesendem Blick spielt. Auch ihre Aufmachung trägt zum unterschwelligen Bewusstsein, dass mit ihr etwas nicht stimmt, bei: Ihre altmodische Kleidung und Frisur in der Rolle der Alma (eigentlich eine junge Frau in der Gegenwart) lässt beim Zuschauer sofort sämtliche Alarmglocken schrillen.
Doch dazwischen wurde dann der Oberkasper Wasson gepflanzt, dessen permanentes Fratzenziehen einem schon sehr auf den Geist gehen kann. Zu blöd – seine Karriere war dann ja auch entsprechend schnell wieder vorbei.