Dinner für Spinner


Originaltitel:
Le dîner de cons
Jahr:
1998
Eingetragen:
14.08.2011
Bearbeitet:
29.09.2012
IMDB-Wertung:
7,7/10

Pierre Brochants (Thierry Lhermitte) ist Mitglieds eines exklusiven Clubs, der einmal wöchentlich ein gemeinsames Essen veranstaltet. Sinn der Sache: Jedes Mitglied bringt jeweils einen „Spinner“ mit, über den man sich dann den Abend lang subtil lustig machen kann. Derjenige, der den größten Spinner mitbringt, gewinnt.

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Unglaublich: Das sind nicht die „Spinner“

Pierres Frau Christine (Alexandra Vandernoot) findet dieses Konzept überhaupt nicht komisch und trennt sich von ihm. Darüber hinaus hat er sich das Kreuz verrenkt und seine Teilnahme diese Woche ist damit in Gefahr. Schrecklich, denn eigentlich hatte er sich vorgenommen, diese Woche den Finanzbeamten François Pignon (Jacques Villeret) zu präsentieren, der nach Feierabend riesige Modelle aus Streichhölzern baut. Jetzt hat er Pignon in seiner eigenen Wohnung am Hals – und ist sogar aufgrund seines körperlichen und seelischen Gesundheitszustands auf ihn angewiesen.

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Kein französischer Film ohne schwule Tendenzen

Nein, es muss nicht immer alles politisch korrekt sein. Jedoch sollte es dann zumindest konsistent oder in irgendeiner Weise geringfügig originell sein. Die Definition von „Spinner“, die dieser Film implizit anlegt, ist „Mensch mit Interessen, die nicht dem Durchschnitt entsprechen“. Endlose Erörterungen über die Qualität unterschiedlicher Weinsorten oder andere „anerkannte“ Obsessionen, wie sie beispielsweise Brochant mit gleicher Intensität pflegt, werden dagegen nicht hinterfragt.

Nachher will der Film ansatzweise wohl etwas liberalere, relativierende Töne anschlagen, indem sich „Spinner“ Pignon doch als „irgendwie guter Mensch“ herausstellt, der sein bestes tut zu helfen. Doch ist dieser simpel-moralistische Unterton dann auch nur nervig: Dinner für Spinner findet niemals das richtige Maß, ist so größtenteils stinklangweilig und unterschwellig beleidigend.

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