Topas


Originaltitel:
Topaz
Jahr:
1969
Eingetragen:
17.08.2011
Bearbeitet:
08.01.2012
IMDB-Wertung:
6,3/10

Ein russischer Überläufer (Per-Axel Arosenius), dessen Loyalität sich der amerikanische Geheimdienst sich nicht sicher ist und ein französischer Agent (Frederick Stafford), der in Kuba bezüglich der Stationierung sowjetischer Raketen im Auftrag der CIA spionieren soll – und dort mit der Witwe eines „Revolutionshelden“ (Karin Dor) zusammenarbeitet, die allerdings gleichzeitig mit einem linientreuen hohen Regierungsbeamten (John Vernon) eine Affäre hat. Und nebenbei spielt dann auch noch ein Netzwerk sowjetischer Spione innerhalb der westlichen Staaten eine Rolle.

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Doch: Was uns Alfred Hitchcock hier vorsetzt, ist „nur“ gut. Der realistische thematische Hintergrund tritt zu sehr in den Vordergrund, die Dreiecksbeziehung kommt dagegen nur im Mittelteil überhaupt vor. Die Tragik eines solchen Konstellation, wie sie beispielsweise in Berüchtigt zum Tragen kommt, wird damit verschenkt. Stattdessen werden eigentlich drei unterschiedliche Handlungsfäden linear aneinandergereit, ohne dass sie entscheidend ineinandergriffen: Fängt man einfach direkt beim letzten Drittel an zu gucken, hat man nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Keine gute Konstruktion.

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Auch die Zeichen der Zeit nagten Ende der 60er Jahre bereits an Hitchcocks Stil. Im Vergleich zu den James-Bond-Filmen der gleichen Zeit wirkt die technische Ausrüstung, derer sich der hiesige Agent bedient, antiquiert: Ein Fotoapparat mit Fernauslöser ist da schon das Höchste der Gefühle, meist schlägt man sich stattdessen mit klobigen Geigerzählern und ähnlichen Museumsstücken herum.

Topas läuft also emotional ins Leere und kann auch nicht als Actionfilm vollständig überzeugen. Kann man sich natürlich trotzdem angucken, muss man aber auch nicht.

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