Katzenmenschen


Originaltitel:
Cat People
Jahr:
1981
Eingetragen:
29.08.2011
Bearbeitet:
08.01.2012
IMDB-Wertung:
6/10

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Irena (noch) außerhalb des Käfigs
Irena (Nastassja Kinski) und Paul (Malcolm McDowell) sind Geschwister, haben sich jedoch seit ihrer Kindheit nicht gesehen. Paul verschwindet kurz nach ihrem Wiedersehen spurlos, nachdem gerade der Fall einer von einem Panther zerfleischten Prostituierten durch die Medien gegangen war. Irena stellt da erstmal keinen Zusammenhang her, doch auch sie selbst zieht es magisch in den Zoo – zu den Raubtierkäfigen. So lernt sie den netter Zoodirektor Oliver (John Heard) kennen, der ihr gleich eine Stelle im zooeigenen Andenkenladen anbietet.

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Auf der Jagd... oder schlafwandelnd?
Der mörderische Panther war ebenfalls in den Zoo eingeliefert worden, kann jedoch wieder entfliehen. Nun taucht auch Paul wieder auf, redet wirr darüber, dass er „eingesperrt“ war, über einen „Fluch auf der Familie“... lange Rede, kurzer Sinn: Er will Sex mit Irena, denn das sei „die einzige Möglichkeit“ – auch die Eltern der beiden hätten so den Fluch umgangen. Irena macht sich davon und Paul wird mittlerweile polizeilich gesucht, da in seinem Keller menschliche Knochen gefunden wurden; die Vermutung der Polizei: Er hatte dort den Panther beherbergt. Doch Irena muss nun mit dem schrecklichen Verdacht leben, dass sie beide zu den „Katzenmenschen“ gehören: Menschen, die sich bei sexueller Erregung in tödliche Raubkatzen verwandeln. Bei ihr selbst steht die Überprüfung dieser These noch aus, doch Oliver wird langsam zudringlich...

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Männerfantasie: Im Bett mit einer Raubkatze
Logischerweise handelt es sich hierbei um ein Remake des Klassikers Katzenmenschen aus den 40er Jahren. Wie erwartet wird es was sowohl Sex, als auch Gewalt angeht, hier schonmal deutlich expliziter. Gegen Ende wartet dann sogar eine sehr eklige Obduktionsszene inklusive billigem und völlig unnötigem Schockeffekt. Überhaupt fällt die Qualität des Films mit steigender Laufzeit langsam ab. Während es anfangs noch recht atmosphärisch und einigermaßen stilvoll zugeht, wird neben der bereits erwähnten Obduktion dann auch noch die zentrale Schwimmbadszene des Originals völlig unmotiviert drangeklatscht.

Andererseits muss man zugestehen, dass die beiden Hauptdarsteller sehr gut ausgewählt sind. Kinskis Transformation vom harmlosen Schmusekätzchen im konservativ-zugeknöpften Studienrätinnenoutfit zur sexuell geladenen Raubkatze klappt gut und McDowell spielt den bedrohlichen, aber sehr verletzlichen Verrückten ohnehin aus dem Handgelenk. Anschauen kann sich also mindestens für die erste Hälfte lohnen – und die Musik von David Bowie ist auch nicht zu verachten.

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