eXistenZ


Originaltitel:
eXistenZ
Jahr:
1999
Eingetragen:
04.09.2011
Bearbeitet:
08.01.2012
IMDB-Wertung:
6,8/10

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David Cronenberg meets Philip K. Dick: Einerseits gibt es das so geliebte Spiel mit mehreren ineinander verschachtelten und verschwimmenden Realitäten. Alles dreht sich um ein Spiel in der virtuellen Realität, in dem sich dann wieder eine virtuelle Realität befindet usw. Die Verfremdungseffekte werden mit der Zeit immer stärker und dass man sich bei dem „hoch“ und „runter“ der Ebenen irgendwann nicht mehr sicher sein kann, wo man sich gerade befindet, liegt natürlich im Sinne des Erfinders.

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Andererseits schwelgt Regisseur Cronenberg aber auch in seinen eigenen Lieblingsstilmitteln: Mensch und Maschine, biologisches und elekronisches verschmelzen miteinander. Ob es nun die fleischigen Spielesteuergeräte sind, die über „Nabelschnüre“ direkt in einen „Port“ im Rückenmark gesteckt werden oder die Pistole aus Knochen, die zu allem Überfluss noch Zähne schießt, sind: Der (positive) Ekel ist immer präsent. Die sexuelle Sprache, die im Bezug auf alles, was mit diesen „Bioports“ zu tun hat, verwendet wird, treibt das dann noch auf die Spitze.

Dabei ist die plakative Geschichte rund um eine Spieledesignerin (Jennifer Jason Leigh), die bei einer Präsentation ihres neuesten Hits angegriffen und von einem Marketingmenschen (Jude Law) in Sicherheit gebracht werden muss, während sich immer tiefere Verschwörungen auftun, eher wenig bemerkenswert. Macht aber nichts, denn hier geht es um Stil, nicht Handlung.

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