Total Recall - Die totale Erinnerung


Originaltitel:
Total Recall
Jahr:
1990
Eingetragen:
05.09.2011
Bearbeitet:
08.01.2012
IMDB-Wertung:
7,5/10

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Alpträume plagen den Bauarbeiter Doug Quaid (Arnold Schwarzenegger): Auf dem Mars kommt er in diesen ums Leben. Seine Frau Lori (Sharon Stone) ist besorgt, weiß jedoch auch keinen Rat – schließlich war Doug noch nie auf dem Mars, kann also eigentlich gar nicht all diese Details, die in seinen Träumen vorkommen, wissen. Eine therapeutische Reise dorthin fällt nicht nur aufgrund der Finanzen flach: Gegen den dortigen Diktator Coohagen (Ronny Cox), der den Abbau des kriegsrelevanten Turbinium sicherstellt, gibt es Aufstände.

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Die Alternative bietet die Firma „Recall“: eine virtuelle Urlaubserinnerung wird direkt ins Gedächtnis eingespeist, als hätte man dies alles wirklich erlebt. Doug bucht eine solche Reise, allerdings nicht aus der Perspektive des Urlaubers, sondern als Geheimagent. Doch etwas geht schief: Doug wacht während der Operation auf, ist aggressiv und paranoid. Zu recht, wie sich bald herausstellt: Er wird von Agenten verfolgt, allen voran Coohagens Handlanger Richter (Michael Ironside). Selbst Lori gehört der Verschwörung an – und die Spur führt direkt auf den Mars, ins Zentrum des Widerstands: Dort ist Doug als „Hauser“ bekannt, die ehemalige rechte Hand Coohagens, die die Seiten gewechselt hat, dann jedoch von Coohagens Schergen gefangen und mit gelöschtem Gedächtnis auf die Erde verfrachtet worden war.

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Die Frage, die sich der Zuschauer stellen muss, und die auch noch ein paar Mal Quaid/Hauser angetragen wird, ist aber natürlich, ob das, was er da alles plötzlich durchlebt, nicht doch nur sein eingespeister virtueller Abenteuerurlaub ist, der, wie ein Mitarbeiter Recalls ihn glauben machen will, außer Kontrolle geraten ist.

Dafür spricht so Einiges; primär die Erkenntnis, dass die in zwei zentralen Szenen getätigten Vorhersagen darüber, was noch passieren wird im Rahmen des Urlaubs, genau zutreffen: Von Quaids/Hausers Identität bis hin zu Details wie dem Aussehen der Prostituierten Melina (Rachel Ticotin), das genau Quaids vorher genannten Wünschen entspricht. Doch gilt diese Logik genauso andersherum: Hat er sich vielleicht Dinge „gewünscht“, von denen er unterbewusst ohnehin schon wusste?

Wenn dann gegen Ende die Enthüllungen und Wendungen immer abenteuerlicher werden (was ebenfalls den Vorhersagen entspricht), dann sieht man sogar mal kurz die Vorlage Philip K. Dicks durchscheinen: verschwimmende Identitäten, unterschiedliche Realitätsebenen und all seine Lieblingsthemen. Gar nicht mal so übel.

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