Sherlock: Das große Spiel


Originaltitel:
Sherlock: The Great Game
Jahr:
2010
Eingetragen:
19.09.2011
Bearbeitet:
02.06.2012
IMDB-Wertung:
9,3/10

Es geschehen in London einfach keine spannenden Verbrechen; Sherlock Holmes (Benedict Cumberbatch) ist gelangweilt. Da kommt es direkt gegenüber der Nummer 221B zu einer Explosion. Auch Bruder Mycroft (Mark Gatiss) meldet sich, regt an, dass Sherlock den Tod Andrew Wests (San Shella) untersucht – dieser hatte geheime Raketenkonstruktionspläne auf einem USB-Stick dabei, der nun verschwunden ist (wenn man den Medienberichten der letzten Jahre aus Großbritannien glauben darf, höchst realistisch).

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Mycroft zu Besuch in der Baker Street
Holmes ist erstmal an der Explosion mehr interessiert, insbesondere, da in der betroffenen Wohnung eine Nachricht für ihn persönlich hinterlassen wurde: Es handelt sich um eine Herausforderung. Diese Nachricht leitet Holmes und Watson (Martin Freeman) in eine weitere Wohnung – leer bis auf ein paar Turnschuhe und ein Telefon, das prompt klingelt. Am anderen Ende ist eine weinende Frau zu hören, eine Geisel, die der Bösewicht mit Sprengstoff versehen hat. Kann Holmes nicht innerhalb eines Tages die Bedeutung der Turnschuhe und den dahinterliegenden Kriminalfall entschlüsseln, stirbt die Geisel. Doch tatsächlich ist dies nur der Beginn einer ganzen Reihe ähnlicher Herausforderungen...

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Watson hat auswärts (auf der Couch) übernachtet
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Da geschieht dies
Konnte man sich in den beiden ersten Folgen noch über eher geringen Storyumfang beschweren, steckt im großen Spiel eigentlich genug Kriminalstoff für gleich mehrere Filme! Reihenweise muss Sherlock Holmes Fälle lösen, die man eigentlich als jeweils eigene Folge einer Serie erwarten würde. Stilistisch interessant, dass passend zum Spitznamen eines zwischendurch auftretenden Mörders, dem Golem, die Perspektiven und kontrastreichen Aufnahmen plötzlich an den deutschen Expressionismus erinnern.

Etwas aufgesetzt wirkt dann leider das enttäuschende Ende: Moriarty, Holmes' klassischer Erzfeind, steckt hinter dem ganzen. Erstmal ok, aber warum muss die Folge (und gleichzeitig die „Staffel“) bitte mit einem Cliffhanger enden? Das ist doch billig.

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