Der Hund von Baskerville


Originaltitel:
The Hound of the Baskervilles
Jahr:
1939
Eingetragen:
20.09.2011
Bearbeitet:
08.01.2012
IMDB-Wertung:
7,7/10

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Sir Charles Baskerville (Ian Maclaren) kommt ums Leben – das offizielle Urteil lautet auf Herzversagen, doch sein guter Freund Dr. Mortimer (Lionel Atwill) kann nicht so recht daran glauben: Der Legende nach liegt auf der Familie seit Generationen der Fluch des Hundes der Baskervilles, dem alle männlichen Angehörigen zum Opfer fallen. Da er diese Gefahr auch für den Erben Sir Henry (Richard Greene) sieht, wendet er sich an Meisterdetektiv Sherlock Holmes (Basil Rathbone).

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Dieser zeigt sich zwar interessiert an dem Fall, dringende andere Geschäfte zwingen ihn jedoch, in London zu verbleiben. Stattdessen schickt er seinen Kompagnon Dr. Watson (Nigel Bruce) mit auf den Baskerville'schen Landsitz. Hier wird der neue Hausherr vom Butler Marryman (John Lowry) und seiner Frau (Eily Malyon) empfangen. Diese haben offensichtlich etwas zu verbergen. Die Nachbarschaft setzt sich neben Mortimer und seiner Frau (Beryl Mercer) aus Naturforscher Stapleton (Morton Lowry) und seiner Schwester Beryl (Wendy Barrie), Experten für das hiesige Moor, und dem Griesgram Frankland (Barlowe Borland) zusammen. Tatsächlich gerät Sir Henry auch tatsächlich schnell genug in Gefahr – doch wer ist der Urheber? Holmes und Watson sind überzeugt, dass all dies rein weltlich zu erklären ist.

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Eine vergleichsweise originalgetreue (bis auf einige „moralische“, d.h. verklemmt-spießige, Änderungen, die nebenbei die Auflösung eindimensionaler machen) und auch ganz authentische Verfilmung (der Hund ist wirklich ein Hund und keine Stoffpuppe), die gleich mit zwei klassischen Bösewichten aufwarten kann: Atwill und Carradine sind natürlich von dem Moment an, in dem sie das erste Mal auftreten, automatisch verdächtig.

Problematisch jedoch, wie in der gesamten folgenden Filmreihe, dass Nigel Bruce die Rolle Watsons als reine Witzfigur auslegt. Gerade im Hund von Baskerville spielt Watson jedoch eine entscheidende Rolle: Im gesamten Mittelteil ist er der alleinige „Detektiv“, der gemeinsam mit dem Zuschauer ermittelt. In dieser Phase ist das Herumgekasper es dann immerhin auf ein einigermaßen erträgliches Maß zurückgefahren, aber sobald Holmes wieder auftaucht, gibt es wieder den vollen Nervangriff.

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