Gefährliche Mission


Originaltitel:
Pursuit to Algiers
Jahr:
1945
Eingetragen:
01.10.2011
Bearbeitet:
08.01.2012
IMDB-Wertung:
7,2/10

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Alles beginnt mal wieder im Lodoner Nebel
Ein Fremder spricht Sherlock Holmes (Basil Rathbone) auf der Straße an und übergibt ihm unter einem Vorwand eine Zeitung. Ein anderer empfiehlt anlasslos ein Restaurant. Der dortige Kellner verhält sich ebenfalls merkwürdig. Doch Holmes entschlüsselt das Rätsel: Man wollte ihm in verklausulierten Einzelteilen die Nachricht zukommen lassen, bitte zu einer bestimmten Zeit zu einer bestimmten Adresse zu kommen. Hier wird er tatsächlich bereits erwartet: Der Tropenforscher Stephens sei ermordet worden, hätte aber seine bahnbrechenden Unterlagen noch verstecken können. Nun seien die Bösewichte hinter Stephens Sohn her. Der müsse also schnell außer Landes gebracht werden und Holmes soll für seine Sicherheit sorgen.

In dem für den Transport vorgesehenen Flugzeug kann Watson (Nigel Bruce) aus Platzgründen nicht mit. Stattdessen soll er per Schiff nachkommen und so die Aufmerksamkeit der Attentäter auf sich ziehen. Schon bald erreicht ihn allerdings die Nachricht, Holmes' Flugzeug sei über den Pyrenäen abgestürzt. Doch tatsächlich sind Holmes und Proteger Nikolas (Leslie Vincent) auch an Bord des Schiffes. Nikolas soll sich nun als Watsons Neffe ausgeben. Doch auch das schützt ihn nicht vor weiteren Anschlägen auf sein Leben...

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Watson stimmt mit der sympathischen Sheila (Marjorie Riordan) ein Lied an – doch auch sie gehört zum Kreis der Verdächtigen
So richtig Sinn ergibt das Ganze nicht. Warum sollten Attentäter an dem Sohn irgendeinen Forschers Interesse haben, anstatt direkt nach den „versteckten Unterlagen“ zu suchen? Die Antwort darauf findet sich immerhin noch in der Originalversion: Hier ist Nikolas der Thronerbe eines europäischen Staates. Doch auch abgesehen davon muss man ein paar Mal die Stirn runzeln. Waren Holmes und Nikolas schon die ganze Zeit auf dem Schiff? Wenn ja, warum zeigen sie sich dann erst nach dem Flugzeugabsturz. Wenn nicht, wie haben sie überlebt und sind anschließend aufs Schiff gekommen?

Wenn es dann endlich zum Katz- und Mausspiel mit den Bösewichtern an Bord des Schiffes kommt, wird es etwas besser. Ganz gut gelungen sogar ein paar doppelbödige Szenen, wie beispielsweise das Ballspiel, das unterschwellig eine völlig andere Bedeutung bekommt. Doch für einen positiven Eindruck bezüglich des Gesamtpakets reicht das nicht mehr. Den Mut, nicht einfach noch einen weiteren „Mystery Manor“-Film zu machen, sollte man eigentlich honorieren, aber hier ist das Experiment leider schiefgegangen.

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