Jagd auf Spieldosen


Originaltitel:
Dressed to Kill
Jahr:
1946
Eingetragen:
03.10.2011
Bearbeitet:
08.01.2012
IMDB-Wertung:
7,1/10


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Hier hat alles seinen Ursprung
Drei kleine Spieldosen werden für geringe Beträge versteigert. Danach kommt noch ein Nachzügler (Frederick Worlock), der die Auktion selbst verpasst hat, jetzt jedoch unbedingt die Identitäten der drei Käufer haben möchte. Einer davon ist der Witzbold „Stinky“ Emery (Edmund Breon), ein alter Freund Watsons (Nigel Bruce). Er erzählt, dass er am Vorabend überfallen worden sei und ausgerechnet nur eine praktisch wertlose Spieldose gestohlen worden sei. Er selbst nimmt das sehr locker, obwohl er von dem Einbrecher sogar niedergeschlagen worden war. Sherlock Holmes (Basil Rathbone) horcht dagegen auf: Da muss doch mehr hinterstecken!

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Zu Stinkys Verwunderung ist sie nur an einem Stück der beeindruckenden Sammlung interessiert
Was die Einbrecher jedoch erst zu spät bemerkt haben, ist, dass sie die Spieldose verwechselt haben. Ihr zweiter Versuch, die richtige an sich zu bringen, läuft nicht so glimpflich ab: Obwohl die junge attraktive Hilda Courtney (Patricia Morison) Stinky schon fast so weit hat, die Dose freiwillig herauszurücken, erdolcht ihr Komplize ihn noch, als ihm die Flirterei zu bunt wird. Auch beim zweiten Käufer kommen Holmes und Watson zu spät: Sie finden nur noch die verschnürte Tochter des Hauses vor, während sich Mrs. Courtney bereits in Verkleidung und Besitz der Spieldose aus dem Staub macht.

Bei der dritten und letzten hat dann jedoch endlich Holmes die Nase vorn. Es stellt sich heraus, dass alle drei Spieldosen von ein und dem selbst Häftling in Dartmoor hergestellt wurden – einem Geldfälscher. Er möchte also anscheinend mittels der Dosen etwas herausschmuggeln. Doch es sind nicht einfach Gegenstände in den Dosen; es gibt eine weitere Ebene, die Holmes erst noch ergründen muss.

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Zu spät!
Ein sehr schöner Abschluss der Sherlock-Holmes-Reihe. Der Film wirkt ein wenig wie ein komprimiertes „Best of“: Elemente unter anderem aus Die Perle der Borgia (mit Spieluhren statt Napoleonfiguren), Die Geheimwaffe (wiederholter Rückgriff auf Kodierungstheorie) und Verhängnisvolle Reise (Holmes tappt in eine Falle der Bösewichte) sind dem Stammzuschauer bereits bekannt, allerdings ohne abgegriffen zu wirken.

Darüber hinaus wird in diesem Teil noch mehr als zuvor auf die pseudo-realistische Ebene von Watsons Veröffentlichung der Holmes-Abenteuer Bezug genommen: Ein paar Anregungen hat sich Mrs. Courtney im Strand Magazine geholt – Sherlock Holmes tritt also praktisch gegen sich selbst an. Wirklich sehenswert!

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