She - Herrscherin einer versunkenen Welt


Originaltitel:
She
Jahr:
1935
Eingetragen:
07.10.2011
IMDB-Wertung:
6,5/10

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(Das Gemälde eines) Säbelzahntiger(s) eingeschlossen im Eis
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Vorbereitung einer Opferzeremonie
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Die Quelle ewiger Jugend
Leo Vincey (Randolph Scott) tritt in die Fußstapfen seines Vorfahren: Er macht sich gemeinsam mit seinem Freund Horace Holly (Nigel Bruce) auf eine Expedition in Richtung Antarktis. Hier hatte vor 500 Jahren Leos Vorfahre ein fremdes Land entdeckt. Sie folgen den Legenden der Einheimischen und es schließen sich noch der profitgierige Dugmore (Lumsden Hare) und dessen Tochter Tanya (Helen Mack) an. Dugmores Gier wird ihm schon bald zum Verhängnis, als er eine Lawine auslöst. Nun haben Leo und Horace Tanya an den Hacken.

Sie treffen auf Menschen, die zwar antik kostümiert wirken, jedoch zivilisiert zu sein scheinen. Sie führen sie in ihr Land im Innern eines Tals. Hier wachsen sogar tropische Früchte – und das mitten in der Antarktis! Einige der hiesigen Menschen sprechen sogar Englisch. Der Grund hierfür: Leos Vorfahre hat die Sprache seinerzeit hierhin mitgebracht. Einen besonderen Eindruck hatte er anscheinend auf die Herrscherin (Helen Gahagan), nur „Sie“ genannt, gemacht. Die ist der Legende nach unsterblich und herrscht bereits seit jener Zeit. Ihr Geheimnis: ein magisches Feuer. Nun glaubt sie, in Leo die Reinkarnation jenes Vorfahren, dem er wie aus dem Gesicht geschnitten ist, zu erkennen.

Es geht weniger um die Unsterblichkeit an sich, als um die unsterbliche Liebe. „Ihre“ Bürde ist, dass ihr Geliebter, der vor so langer Zeit in ihr Land gekommen war, natürlich bereits vor langer Zeit verstorben ist, während sie für immer jung blieb. Seitdem wartet sie auf seine Rückkehr, aber das gleiche Schicksal würde sie natürlich auch immer und immer wieder erleiden. Was sie nicht davon abhält, es erstmal zu versuchen. So kommt es also zu Eifersüchteleien bezüglich ihrer Konkurrentin Tanya. Jene ist so ziemlich ihr genaues Gegenteil: naiv, unerfahren und überhaupt nicht intrigant und macht- und selbstbewusst. Dieses Spannungsfeld bildet den zentralen Konflikt.

Dazu kommt dann natürlich die „fremde Welt“, die aus unbekannten Gründen von der Sand- in die Eiswüste verlegt wurde. Nachdem man aber erstmal das Tal erreicht hat, spielt das eigentlich keine entscheidende Rolle mehr. Kulissen und Kostüme sind diesbezüglich gelungen, hauen aber auch nicht gesteigert vom Hocker. Also eine solide Verfilmung, die natürlich dem modernen Zuschauer, der schon viel mehr gesehen hat, als das originale Publikum, zumindest bezüglich jener Faszination des Unbekannten nicht mehr so viel bieten kann.

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