Der schwarze Kreis


Originaltitel:
Dead Ringer
Jahr:
1964
Eingetragen:
19.10.2011
IMDB-Wertung:
7,3/10

Die Zwillingsschwestern Margaret und Edith (Bette Davis) treffen sich nach vielen Jahren das erste Mal auf der Beerdigung des Ehemanns ersterer wieder. Vor zwanzig Jahren war eben jener Mann zum Streitobjekt zwischen den beiden geworden. Schließlich hatte er Margaret geheiratet, die daraufhin in Luxus leben konnte, während Edith' kleine Cocktailbar nun endgültig vor der Pleite steht. Die alte Rivalität bricht wieder auf und Edith fasst einen Plan: Sie bringt ihre Schwester, deklariert dies als „Selbstmord Ediths“, und übernimmt deren Rolle.

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Neben den offensichtlichen Problemen, vor denen sie nun steht – von der Unterschrift bis zum Umgang mit den Bekannten und dem Personal – muss sie jedoch feststellen, dass Margarets Leben ebenfalls nicht ganz so einfach war, wie gedacht. Und auch ihr eigenes Leben, in Form des Polizeibeamten Jim (Karl Malden) will nicht so richtig lockerlassen. Es stellt sich sogar heraus, dass die ganze Sache völlig unnötig war, denn der ursprünglich Verstorbene hatte Edith eine große Geldsumme hinterlassen. Doch nun steckt eben jene Edith in ihrem eigenen Kartenhaus aus Lügen fest und muss versuchen, in das sie sich immer weiter verstrickt.

Ganz im Stil einer griechischen Tragödie bringt Edith, trotz subjektiv nachvollziehbarer Motivation, ihr Verderben selbst über sich und kann es, sobald sie den Weg einmal beschritten hat, nicht mehr aufhalten. Die Umsetzung ist makellos. Wie so häufig bei solcherlei Filmen hängt die Frage, ob man sich das anschauen möchte, jedoch primär davon ab, wie viel Bette Davis man ertragen kann: Es ist nun mal eine „One-Woman-Show“.

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