Die Nacht ist mein Feind


Originaltitel:
Libel
Jahr:
1959
Eingetragen:
21.10.2011
IMDB-Wertung:
7,2/10

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Marks schmieriger Cousin (Anthony Dawson) macht eine absichtlich mehrdeutige Aussage
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Doch auch Marks Anwalt (Robert Morley) hat noch ein paar Tricks im Ärmel
Jeffrey Buckenham (Paul Massie) glaubt seinen Augen nicht zu trauen, als er Sir Mark Lodden (Dirk Bogarde) im Fernsehen erblickt. Diesen hatte er früher im Krieg gekannt, sie waren gemeinsam aus der Gefangenschaft geflohen. Jedoch weiß er genau (oder glaubt zu wissen), dass dies nicht Mark sein kann: Er wirft dem scheinbaren Betrüger vor, tatsächlich Frank Welney zu sein, ein Doppelgänger Marks, der in der gleichen Truppe kämpfte. Er habe Mark umgebracht und dessen Platz eingenommen. Als Buckenham diese These in einer Boulevardzeitung verbreitet, klagt Mark wegen Verleumdung.

In dem Prozess werden das Privatleben und unangenehme Details aus Marks Vergangenheit vor der Öffentlichkeit ausgebreitet. Tatsächlich bringt der Anwalt der Zeitung (Wilfrid Hyde-White) einige Indizien vor, wie „Marks“ graue Haare und die fehlenden Glieder an seinem Zeigefinger – beides laut Zeugenaussagen Merkmale Welneys. Schließlich bekommt sogar Marks Ehefrau Margaret (Olivia de Havilland) Zweifel...

Das Interessante dieses Alles in Allem doch etwas langsamem Gerichtsfilms ist, dass obwohl der Zuschauer von Anfang an klargemacht wird, dass wenn dieser „Mark“ ein Betrüger ist, er diese Rolle zumindest nicht (mehr) mit böser Absicht spielt: Sein Gedächtnis ist mehr als lückenhaft, was Ereignisse während oder vor dem Krieg betrifft. Dank diesem Kniff kann Sympathieträger Bogarde mit dieser Rolle davonkommen. Als Krimi funktioniert die Geschichte zwar nicht, da es bis zu den allerletzten Szenen keine wirklich verwertbaren Hinweise in die eine oder andere Richtung gibt und man so auch gleich eine Münze werfen könnte, aber als Drama ist sie unterhaltsam.

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