Das Ding aus dem Sumpf


Originaltitel:
Swamp Thing
Jahr:
1982
Eingetragen:
04.12.2011
Bearbeitet:
08.01.2012
IMDB-Wertung:
5,3/10

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Die Doktoren Holland präsentieren Cable ihr Labor
In den 80ern, als Comicverfilmungen noch Stoff für Billigproduktionen waren, nahm man sich Swamp Thing an. Diese seltsam aus der Zeit gerissene Reihe (sie spielt nominell in der Gegenwart, die Storys und Charaktere erinnern jedoch mehr an 100 Jahre ältere Gruselgeschichten) hatte es in den 70ern gerade mal auf 24 Hefte gebracht (in Deutschland blieb es sogar nur bei einem Gastauftritt in einem „Batman Superband“), hatte jedoch aufgrund seiner recht ernsthaften Gruselstimmung und lyrischer Sprache bereits (mit Ausnahme des recht unrühmlichen Endes der Reihe) einen gewissen Kultstatus erreicht. Seine berühmteste Zeit sollte jedoch erst noch folgen; dies muss man bei Betrachten dieses Films als Vergleichsmaßstab bedenken.

Es geht um Dr. Alec Holland (Ray Wise) und seine Schwester Linda (Nannette Brown), die versuchen, in den Sümpfen Lousianas die Lösung für das Welthungerproblem zu finden. Es handelt sich um ein streng geheimes, mit Regierungsmitteln gefördertes Projekt, so dass ihnen Agentin Alice Cable (Andrienne Barbeau) zum Schutz zur Seite gestellt wird.

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Arcanes Häscher auf der Jagd (gähn)
Das bringt jedoch nicht den durchschlagenden Erfolg: Gerade, als die „die Formel“ gefunden haben, entpuppt sich die Sicherheitsmannschaft (mit Ausnahme Cables) als Handlanger Dr. Arcanes (Louis Jourdan), der aus egoistischen Beweggründen sehr an den Forschungsergebnissen interessiert ist (er hofft darin das Geheimnis der Unsterblichkeit zu finden). Linda kommt ums Leben, Cable entkommt und Alec wirft seinen brennenden und mit dem Serum getränkten Körper in den Sumpf.

Cable befindet sich nun auf der Flucht vor Arcanes Häschern, denn sie hat das entscheidende Notizbuch einstecken können, das die Aufzeichnungen zu der Formel enthält. Hilfe bekommt sie von einem Sumpfmonster (Dick Durock) – Alec hat dank biochemischer Reaktionen zwischen seiner Formel und dem Sumpf überlebt – und Steve Urkel (Reggie Batts).

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Ein gelangweilter Arcane kreuzigt Rubber Thing
Nach dem zwar kaum hervorragenden, aber einigermaßen akzeptablen Anfang beginnt nun leider ein albernes und schlafinduzierendes Verfolgungs-, Gefangennehm- und Befreiungsspielchen ohne jeden Sinn und Verstand. Endlose und unspektakuläre Verfolgungsjagden und Prügeleien lassen weder Spannung, noch Stimmung aufkommen und die mit der Lupe anfangs aufgespührten positiven Seiten verrinnen im Nichts.

Dabei ist es im eingangs erklärten Sinne gar nicht mal so schlimm, dass die Geschichte praktisch keinerlei mythologischen oder pseudowissenschaftlichen Unterbau hat. Sowohl die Originalgeschichten aus den 70ern, als auch die neuen Hefte, die gleichzeitig mit dem Film wieder anliefen, boten ebenfalls einfach „nur“ stimmungsvolle Unterhaltung. Nur schafft das billige Gummi-Swamp-Thing eben noch nicht einmal das. Cables mehr als verwirrende Geschlechtsmwandlung sowie der Verlust einer der Hauptmotivationen „Alecs“ dadurch, dass Linda seine Schwester ist, seien verziehen. Das Wolfs-Fledermaus-Schweinemonster, das am Ende unter Höchstleistung der Nebelmaschinen bekämpft werden muss, ebenfalls. Die extremst öden 70 Minuten davor nicht.

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