Lady Frankenstein


Originaltitel:
La Figlia di Frankenstein
Jahr:
1971
Eingetragen:
10.12.2011
Bearbeitet:
08.01.2012
IMDB-Wertung:
4,9/10


Baron Frankenstein (Joseph Cotten) versucht mit Hilfe Dr. Charles Marshalls (Paul Müller) einen künstlichen Menschen zu schaffen. Die dazu notwendigen Leichenteile besorgt der Grabräuber Lynch (Herbert Fux). Da kehrt Frankensteins Tochter Tania (Rosalba Neri) von der Universität zurück. Als Chirurgin hat auch sie gesteigertes Interesse an den Experimenten ihres Vaters. Der möchte sie jedoch nicht moralisch mitverantwortlich machen.

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Frankenstein und Marshall bei der Arbeit

Frankstein unterläuft schließlich ein Fehler: Er baut das beschädigte Gehirn eines Mörders in seine Kreatur (Paul Whiteman) ein. Zwar gelingt es, ihr Leben einzuhauchen, jedoch nur im Austausch mit Frankensteins eigenem – die Kreatur bringt ihren Schöpfer um.

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Der übliche wütende Lynchmob
Tania überzeugt den schockierten Marshall, die Geschichte rund um das Monster vor der Polizei geheim zu halten und den Tod des Hausherren stattdessen als Raubmord darzustellen. Ihr Ziel ist es nämlich, nun ebenfalls eine Kreatur zu schaffen; einerseits, um die Theorien ihres Vaters endgültig zu beweisen und andererseits, um ihn zu rächen. Doch dazu benötigt sie Marshalls Hilfe und sie ist sich nicht zu schade, ihre Reize einzusetzen, um sich diese zu sichern. Schließlich willigt er sogar ein, sein Gehirn in den jungen, makellosen Körper des geistig zurückgebliebenen Thomas (Marino Masé) verpflanzen zu lassen – während das ursprüngliche Monster im Dorf schon einige Opfer gefordert hat…

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Ist das noch Thomas oder schon Marshall?
Gut, übermäßig originell ist das nicht und vor Allem sind die Produktionsentscheidungen mehr als transparent: Bei der Geschichte verlässt man sich auf altbekannte Motive; man hat für paar Drehtage einen bekannten Namen eingekauft, also kann dieser nur in einem Teil des Films auftreten; und schließlich ist man in den 70er Jahren, so dass das Monster bevorzugt nackte junge Pärchen beim Rumfummeln überfällt (und sich auch Frankensteins Tochter freizügig zeigt).

Immerhin ist die Geschichte aber trotzdem relativ frei von allzu lächerlichen Logikverrenkungen und die wissenschaftsethischen Fragen sind zwar nicht unbedingt tiefgründig, passen aber ins übliche Bild des Frankenstein-Themas. Also eine Billigproduktion ohne viel Sinn, aber kann ganz unterhaltsam und handwerklich solide umgesetzt.

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