Airport


Originaltitel:
Airport
Jahr:
1970
Eingetragen:
05.01.2012
Bearbeitet:
29.01.2012
IMDB-Wertung:
6,6/10

Eine gescheiterte Existenz (Van Heflin) bringt eine Bombe an Bord eines Flugzeugs, um sich mitsamt der Maschine in die Luft zu jagen, damit seine Frau die Lebensversicherung kassieren kann. Doch der Name des Films ist ja Airport, nicht Aircraft, und im Gegensatz zu den Nachfolgefilmen verdient dieser erste Teil diesen Namen auch noch – und so ist dies nur einer der Geschichten, die sich im Laufe eines langen Abends rund um diesen Flughafen abspielen.

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Im Zentrum stehen Mel Bakersfeld (Burt Lancaster), der Leiter des Flughafens, Vernon Demerest (Dean Martin), Pilot und Frauenheld, Tanya Livingston (Jean Seberg), die Repräsentantin einer Fluggesellschaft und Joe Patroni (George Kennedy), Chef der Räumungsmannschaft am Boden. Gerade letzterer wird gleich am Anfang gefordert, denn aufgrund der schweren Schneestürme ist ein Flugzeug nach der Landung steckengeblieben und blockiert nun die Hauptlandebahn des Flughafens. Diejenige Landebahn, die gewisse Anwohner ohnehin am Liebsten aus Gründen des Lärmschutzes geschlossen sähen. Demerest dachte, das wäre sein größtes Problem für diesen Tag, doch es kommt noch dicker: Stewardess Gwen (Jacqueline Bisset) ist von ihm schwanger (mit völliger Ernsthaftigkeit trägt sie vor, sie habe geglaubt, „die Pille“ mache sie dick) und dann ist eben auch noch der Bomber an Bord. Weniger harmlos dagegen: Die blinde Passagierin (Helen Hayes), die eher für komische Momente sorgen soll. Und im Zentrum des Ganzen steht eben Bakersfeld, der eine Hiobsbotschaft nach der nächsten angetragen bekommt. Das schlägt sich auch auf sein Privatleben nieder: Seine Frau (Dana Wynter) will sich von ihm trennen, denn er sei nur „mit seiner Arbeit verheiratet“.

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Die Vielfalt der kleinen Geschichten, die alle parallel ablaufen, ist sicherlich zu bewundern. Auch laufen viele der Handlungsstränge in gewisser Weise letztlich zusammen, was insofern also auf eine durchdachte Handlungsarchitektur hindeutet. Ins Zentrum werden dann jedoch ein paar persönliche Schicksale gestellt. Auch erstmal nicht schlecht, aber diese sind dann doch recht holzschnittartig geworden. Die einfache Moral: Am Ende haben beide Obermachos ihre „Klötze am Bein“ (Ehefrauen) gegen jüngere, attraktivere Modelle ausgetauscht – und gelernt/erkannt, dass man für die dann ja auch Zeit haben und Verantwortung übernehmen kann. Aber wahrscheinlich soll man da gar nicht so viel reininterpretieren.

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