Nur Vampire küssen blutig


Originaltitel:
Lust for a Vampire
Jahr:
1971
Eingetragen:
17.06.2010
Bearbeitet:
04.08.2010
IMDB-Wertung:
5,8/10

Nachdem Gruft der Vampire anscheinend erfolgreich genug war, musste schnell ein Nachfolgefilm her. Österreich, 1830. Eine gewisse „Mircalla“ (Yutte Stensgaard) wird von ihrer Mutter in ein Mädcheninternat in der Nähe des Schlosses Karnstein eingeliefert. Bald kommt es dort zu Todesfällen im Lehrkörper und andere Schülerinnen verschwinden einfach. Natürlich ist Mircalla verantwortlich. Der Lehrer Giles Barton (Ralph Bates) kommt dahinter, ist jedoch längst in sie verliebt.

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Normaler erster Abend einer neuen Schülerin
Nur Vampire küssen blutig erfüllt alle Befürchtungen, die man über den Vorgänger hatte. Die Geschichte wirkt so, als hätte ein vierzehnjähriger (männlicher) Teenager seine Fantasie über eine Mädchenschule aufgeschrieben – permanent wartet man auf die Kissenschlachten in dünnen Nachthemdchen. Hauptdarstellerin Stensgaard sieht zwar unbestreitbar gut aus, ist aber eine schreckliche Schauspielerin. Ihr Gesicht bleibt weitestgehend völlig ausdruckslos, bis auf die Sexszenen, in denen sie geradezu absurde Grimassen schneidet, die es einem unmöglich machen, ernst zu bleiben. Die anderen Darsteller reißen auch nichts raus.

Jegliche Logik scheint sich derweil verabschiedet zu haben: Sich in einem Dorf, in dem sich alle Bewohner nur zu gut an Carmilla Karnstein erinnern, „Mircalla“ zu nennen, ist schon sehr dreist. Dass das dann noch nicht mal Jemandem auffällt, obwohl die Tradition der Familie Karnstein, ihren Nachkommen Anagramme von „Carmilla“ als Namen zu geben, Teil des Lehrplans der Schule ist, ist einfach nur dumm. Dass Mircalla dann auch noch von dem idiotischen Lehrer „bekehrt“ wird, macht das Ganze nur noch alberner. Den kann man getrost überspringen und sofort zum dritten Teil (Draculas Hexenjagd) „vorspulen“.

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