Der Schnorchel


Originaltitel:
The Snorkel
Jahr:
1958
Eingetragen:
02.02.2012
IMDB-Wertung:
6,9/10

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Paul Decker (Peter van Eyck) hat seine Frau mittels Gas umgebracht. Durch Einsatz eines Schnorchels und eines Verstecks unter dem Fußboden sieht es für die Polizei nach einem klaren Fall aus: Die Türen und Fenster waren von innen verschlossen, niemand war im Raum – das muss Selbstmord sein. Einzig Pauls Stieftochter Candy (Mandy Miller) will das nicht glauben; sie ist überzeugt davon, dass ihre Mutter bestimmt einen Brief hinterlassen hätte. Vielmehr hat sie gleich Paul in Verdacht, so wie sie auch ohnehin der Überzeugung ist, dieser habe bereits ihren Vater ermordet.

Paul hat jedoch ein scheinbar wasserdichtes Alibi: Sein Reisepass weist deutlich Ein- und Ausreise von und nach Frankreich aus. Und aufgrund der früheren Anschuldigungen gegen Paul, die ebenfalls scheinbar völlig haltlos gewesen waren, gilt Candy ohnehin nicht als glaubwürdig in der Welt der Erwachsenen. Doch schließlich kommt sie bei einem Besuch am Strand auf Pauls Trick – und wird so für diesen gefährlich…

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Routinierte Spannung auf kleiner Flamme. Der Zahn der Zeit hat leider deutlich an dem Gimmick der Morddurchführung genagt: Das Schnorchenoutfit wirkt eher albern und das Versteck ist nicht so ausgefuchst. Das da Niemand drauf kommt, wirkt wie ziemliche Inkompetenz seitens der Polizei (ohne wahrscheinlich so gemeint zu sein). Ganz nett dagegen, dass die üblichen Schwierigkeiten mit nervigen Kinder- und Tierdarstellern weitgehend vermieden werden.

Das Potential für ein richtig gutes Ende ist immerhin vorhanden: Alle Welt hat Candy nach einem Mordversuch an ihr selbst eingeredet, sie bilde sich das alles nur ein. Doch Paul sitzt aufgrund verrückter Möbelstücke unter dem Fußboden fest und bettelt sie um Hilfe an, um wieder herauszukommen aus seinem Versteck. Candy wiederholt nur wie in Trance, sie bilde sich das sicher alles nur ein und verlässt das Haus. Das wäre das perfekte Ende gewesen; stattdessen wird noch eine kurze Szene, in der sie der Polizei doch alles erzählt, drangeklatscht. Wirkt wie eine Zensurauflage, die das bösere Ende verhindert hat. Schade.

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