Der Mann mit der Narbe


Originaltitel:
Hollow Triumph
Alternativtitel:
The Scar
Jahr:
1948
Eingetragen:
14.02.2012
Bearbeitet:
17.05.2012
IMDB-Wertung:
6,8/10

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Gangster John Muller (Paul Henreid), gerade aus dem Gefängnis entlassen, ist schon wieder in Schwierigkeiten: Er muss untertauchen. Da kommt ihm sehr zu Pass, dass er einen Doppelgänger zu haben scheint – abgesehen von einer markanten Narbe im Gesicht ist ihm der Psychiater Dr. Bartok (ebenfalls Henreid) wie aus dem Gesicht geschnitten! Muller macht sich an Bartoks Sekretärin Evelyn (Joan Bennett) ran, um mehr über Bartoks Gewohnheiten und Wesen zu erfahren.

Die Narbe fügt sich Muller schließlich nach fotographischer Vorlage selbst zu, lässt den originalen Bartok verschwinden und nimmt dessen Platz ein. Was er jedoch nicht wusste: Das Foto war spiegelverkehrt entwickelt worden. Dass die Narbe des neuen Bartok also auf die andere Wange gewandert ist, scheint jedoch erstmal niemandem aufzufallen – inklusive seiner oberflächlichen Verlobten Virginia (Leslie Brooks). Der größte Risikofaktor bleibt jedoch Evelyn… und, wie sich herausstellt, ist Bartoks Vergangenheit gar nicht so bodenständig, wie sich Muller erhofft hatte.

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„Bittere Ironie des Schicksals“ ist das Stichwort: Seinen eigenen Problemen glaubt Muller entflohen zu sein, jedoch hat er sich damit die eines anderen Menschen eingehandelt. Und erstere stellen sich als imaginär heraus, letztere sind dagegen mehr als ernst. Eine emotionale Wirkung kann man dieser Wendung nicht absprechen.

Etwas seltsam dagegen die eine große Schwachstelle in der Geschichte: Wie konnte Muller bitte glauben, dass er damit davonkommen könnte, sich Bartoks Sekretärin erst in seiner eigenen Person zu zeigen und sich anschließend trotzdem erfolgreich als ihr Chef auszugeben? Dass Bartok2 sich dann erstmal „ungewöhnlich“ verhalten würde und vieles einfach nicht mehr wüsste, sollte vorhersehbar gewesen sein. Mit sowas kommt man nur durch, wenn keine derjenigen Personen, die einen so „verändert“ wahrnehmen, das grundlegende Wissen über die Existenz eines Doppelgängers hat.

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