Voyage of the Rock Aliens


Originaltitel:
Voyage of the Rock Aliens
Jahr:
1985
Eingetragen:
19.06.2010
Bearbeitet:
20.06.2010
IMDB-Wertung:
5,1/10

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Aliens (eine nicht weiter bekannte 80er-Jahre-Popgruppe namens „Rhema“) in einem gitarrenförmigen Raumschiff sind auf der Suche nach Rockmusik. Dies führt sie auf die Erde, genauer gesagt in ein Kaff namens „Speelburgh“, wo ein gewisser Frankie (Craig Sheffer) und seine Rock'n'Roll Band (Jimmy & the Mustangs) die Jugendkultur beherrschen. Der Kapitän des Raumschiffs (Tom Nolan) verliebt sich Hals über Kopf in Frankies Freundin Dee Dee (Pia Zadora). Frankie gefällt das gar nicht, was ihn allerdings nicht davon abbringt, Dee Dee wie den letzten Dreck zu behandeln – und es funktioniert (so weit als durchaus sehr realistisch).

Voyage of the Rock Aliens ist natürlich absichtlich kitschig und absurd. Wenn man einen solchen Ansatz verfolgt, gibt es eigentlich nur eine Voraussetzung zum Erfolg: Man muss verdammt nochmal witzig sein. Doch das scheitert kläglich. Der Humor bewegt sich weitestgehend auf dem Niveau von „jemand verhält sich schwul“. Da gibt es da beispielsweise auch noch Subplots über zwei offensichtlich verrückte entflohene Sträflinge und ein Tentakelmonster, deren Szenen sich zwischen „nervig“ und „langweilig“ bewegen. Ein einziges Mal geht das humoristische Konzept auf: Dee Dees Freundin Diane (Alison La Placa) versucht, die Außerirdischen für eine Tanzveranstaltung zu gewinnen und eine normale Unterhaltung aufrecht zu erhalten, jedoch sind die eher (aus rein wissenschaftlichen Gründen) an ihren Haaren und ihrer Kleidung interessiert.

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Und dann gibt es eben die Musik. Alle paar Minuten wird ein anderes Liedchen angestimmt. Allen voran natürlich Pseudostar Pia Zadora, die in Deutschland immerhin einmal (zusammen mit Jermaine Jackson) die Spitze der Charts erklimmen konnte. Jenes When the rain begins to fall ist völlig unmotiviert sogar vor den eigentlichen Film geschnitten – ohne jeglichen Zusammenhang mit der eigentlichen „Handlung“. Abgesehen von Pias Schlagern dürfen sich dann natürlich die beiden Bands mit ihren wenig originellen „Sounds“ verewigen (hierbei ist besonders auffällig, dass die ihnen jeweils im Film zugeteilten „Bandleader“, die wohl hauptberuflich Schauspieler sind, „komischerweise“ niemals bei den Auftritten dabei sind; dafür dürfen/müssen diese beiden in anderen Szenen mit Pia zusammen ihren Mund zu den Stimmen anderer bewegen). Für den Titelsong waren sie aber wohl alle nicht gut genug; hierfür steuert die halbwegs bekannte Gruppe „Real Life“ das Lied „Brokenhearted“ bei.

Der einzige Grund, sich dieses Machwerk anzutun, ist also der 80er-Jahre-Kitsch. Peinlich.

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