Murder on Flight 502


Originaltitel:
Murder on Flight 502
Jahr:
1975
Eingetragen:
04.03.2012
Bearbeitet:
31.03.2013
IMDB-Wertung:
5,3/10


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Gerade macht sich Sonny Bono noch an seinen letzten verbliebenen Fan ran (würg)…
Der Linienflug nach London ist bereits in der Luft, als Sicherheitschef Davenport (George Maharis) einen Brief erreicht, der Morde an Bord ankündigt. Formuliert ist er jedoch in der Vergangenheitsform und als Rechtfertigung. Der Mörder wollte also wohl, dass er erst nach vollendeter Tat ankommt. Nun ergibt sich die Gelegenheit, die Morde vielleicht noch zu verhindern. Doch der Brief gibt keinen Aufschluss über die Identität des Täters oder der Opfer – außer, dass sich alles in der ersten Klasse abspielen wird.

Der Pilot (Robert Stack) wird benachrichtigt und der vertraut sich einem als Passagier mitfliegenden Polizisten (Hugh O'Brien) an. Wie er und die Flugbegleiterinnen (Farrah Fawcett-Majors, Brooke Adams) herausfinden, gibt es mehr als genug Konfliktfälle und Geheimnisse aus der jeweiligen Vergangenheit zwischen diversen Passagieren an Bord: Otto Gruenwaldt (Theodore Bikel) macht Dr. Walker (Ralph Bellamy) für den Tod seiner Frau verantwortlich. Bei einer Party des Rocksängers Jack Marshall (Sonny Bono) ist die damals noch minderjährige Tocher der Garwoods (Dane Clark und Laraine Day) an einer Drogenüberdosis ums Leben gekommen. Weiterhin befinden sich ein, wie sich herausstellt, falscher Priester (Don Hammer), ein bekannter Unterweltboss (Fernando Lamas) und eine Krimischriftstellerin (Polly Bergen) an Bord. Und trotz aller Bemühungen gibt es tatsächlich auch bald die erste Leiche…

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…da gibt es auch schon den ersten Todeskandidaten
„Großes Kino“ ist dieser fürs Fernsehen gedrehte „Mausefalle“-Verschnitt natürlich nicht. Die Personenkonstellation an Bord dieses Flugzeugs könnte kaum hergeholter sein und erfahrene Zuschauer riechen auch die Lösung, die (zu Unrecht) für sich in Anspruch zu nehmen scheint, besonders clever zu sein, hundert Meilen gegen den Wind. Die Erzählstruktur läuft routiniert so ab, dass einer der „Fälle“ nach dem anderen vorgestellt und eskaliert wird, jedoch immer erstmal ohne dass sich all diese Dinge als relevant für die angekündigten Morde herausstellt. Bis dann eben eigentlich nichts mehr übrig bleibt und die „große Überraschung“ aus dem Hut gezaubert wird.

Doch „routiniert“ muss ja nicht immer ein Schimpfwort sein. Es bedeutet eben auch, dass die Produktion ausreichenden Qualitätsmaßstäben genügt und die Schauspielleistungen eben nicht allzu schlimme Auswüchse annimmt (bei Sonny Bono ist das natürlich zugegebenermaßen schon schwierig, so etwas seriös zu äußern). Und die Geschichte mag konstruiert sein und auch kaum mehr überraschen, doch das gleiche könnte man wiederum auch positiv ausdrücken: Sie folgt den klassischen Bahnen britischer „Murder Mysteries“ (trotz US-amerikanischer Produktion). Also zum schnellen Konsum für Fans, die keinen entscheidenden bleibenden Eindruck erwarten sollten.

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