Die unglaubliche Reise in einem verrückten Raumschiff


Originaltitel:
Airplane 2 - The Sequel
Jahr:
1982
Eingetragen:
04.03.2012
Bearbeitet:
05.02.2013
IMDB-Wertung:
6,2/10

Die Mayflower 1 soll der erste kommerzielle Linienflug zum Mond werden. Mit dabei sind Captain Oveur (Peter Graves) und Schleimbolzen Simon (Chad Everett), den das mittlerweile beförderte Crewmitglied Elaine (Julie Hagerty) plant zu heiraten. Testpilot Ted Striker (Robert Hays) weiß jedoch, dass die Maschine technisch noch gar nicht bereit ist für den Flug – zu unzuverlässig funktionieren die essentiellen Bordsysteme. Darüber hinaus muss er natürlich Elaines Hochzeit verhindern und so flüchtet er aus der Ronald-Reagan-Nervenheilanstalt und ersteht ein Ticket auf dem Schwarzmarkt.

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Für kleine Jungen hat Captain Oveur selbstverständlich immer gerne Zeit!
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Achtung, eine Durchsage: Wir haben keinen Kaffee mehr
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Gute Nachrichten: 100 Kapitalisten befinden sich auf dem Weg in den sicheren Tod
Dazu kommt, dass sich ein verrückter Selbstmordbomber (Sonny Bono) an Bord befindet, der durchgedrehte Bordcomputer die Crew dezimiert und das Raumschiff durch ein Asteroidenfeld in Richtung Sonne steuert. Wieder muss Ted ran, wobei er erst von der Erde (Lloyd Bridges) und später von der Mondbasis (William Shatner) koordiniert wird.

Vordergründig mag man aufgrund der doch zahlreichen wiedergekehrten Darsteller denken, beim Verrückten Raumschiff handele es sich um einen Nachfolger zu „Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug“). Ist es nominell auch, jedoch war von den entscheindenden Leuten im Hintergrund (Autoren, Regisseur, Produzenten) des ersten Teils niemand mehr beteiligt.

Entsprechend sind auch nicht die Darsteller das Problem, sondern das Drehbuch. Das besteht ausschließlich daraus, dass gnadenlos die Witze des ersten Films einfach wiederholt werden. So ruft das im besten Fall eine Mischung aus leichtem wissenden Lächeln und Gähnen hervor, häufig fehlt aber auch völlig der Kontext oder das Timing ist völlig falsch, so dass richtig gute Laune niemals aufkommen will. Dazu kommen natürlich wieder Zitate der Airport-Reihe, wobei auch diese sich auf direktes „Nachfilmen“ beschränken; so ist die Konfrontation zwischen dem bombenbewaffneten Passagier und dem Flugkapitän einfach exakt genauso, wie seinerzeit die mit Dean Martin. So ein Humor, der sich auf reines Zitieren beschränkt, ohne dem Ganzen eine eigene Wendung oder einen neuen Kontext zu geben, ist einfach nicht witzig. Mehr als enttäuschend!

Einer gewissen Ironie entbehrt jedoch nicht, dass ein Jahr später ein ernstgemeinter „Katastrophenfilm“ mit beinahe identischer Handlung herauskam: Starflight One - Irrflug ins Weltall. Vielleicht kam das Verrückte Raumschiff ja einfach nur zu früh, denn jener Film hätte sicherlich wieder genug Stoff für eine originellere Satire geboten.

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