Der Teufel mit den 7 Gesichtern


Originaltitel:
Il diavolo a sette facce
Alternativtitel:
Die Diamantenlady
Jahr:
1971
Eingetragen:
13.03.2012
Bearbeitet:
17.05.2012
IMDB-Wertung:
4,5/10

Mary Harrison (Carroll Baker), seit neuestem in London ansässig, wird verfolgt. Das geht zumindest aus ihrem panischen Anruf bei ihrer Zwillingsschwester Julie hervor, mit der sie vorher schon länger keinen Kontakt mehr gehabt hat. Julie, die in Amsterdam lebt, wendet sich an Anwalt Dave Barton (Stephen Boyd) – keine Minute zu spät, denn beim Verlassen dessen Büros wird Julie auch schon überfallen (Ivano Staccioli) und beinahe entführt. Dave und Freund Tony (George Hilton) können dies tatkräftig verhindern.

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Erst die Arbeit, dann das Vergnügen: Von Julies modebewusster Sekretärin erfährt Dave so Einiges über seine Mandantin

Rennfahrer Tony macht sich im Folgenden an Julie ran und schließlich ziehen die beiden sogar zusammen. Dave hat derweil einen Detektiv beauftragt, der herausfindet, dass Mary in einen Diamantenraub verwickelt gewesen sein könnte. Darüber hinaus gab es wohl Probleme mit ihrem Ehemann. Diverse Gangster und auch ein Detektiv der Versicherungsgesellschaft (Luciano Pigozzi) sind nun permanent hinter Julie her, da sie sie für Mary halten. Und auch die Polizei (Franco Ressel) ist nicht untätig.

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Die Polizei erweist sich als viel kompetenter als gedacht

Der Teufel mit den 7 Gesichtern verletzt gleich mehrere Grundregeln. Das vielleicht größte Problem ist, dass dem Zuschauer niemals ein Gefühl für Ort und Zeit gegeben wird; einerseits wirkt es so, als verteile sich die Handlung über Wochen oder sogar Monate, andere Handlungsaspekte scheinen dem jedoch auch zu widersprechen. Mehr als verwirrend angelegt ist auch die Zwillingsrolle: Eine der Schwestern scheint erstmal etwas längere Haare zu haben (als Unterscheidungsmerkmal), allerdings helfen die im gesamten Film (bei allen Frauenrollen) permanent auf- und abgesetzten Perücken nicht unbedingt. Letzteres soll dann am Ende eine „überraschende“ Bedeutung bekommen, jedoch gilt auch hier: Das klassische „Twist-Ending“ funktioniert nur dann, wenn es nicht schon in der ersten halben Stunde auf platteste Weise in einem Dialog verraten wird (und das auch klar ist, da jener Dialog keinerlei anderen Inhalt und Sinn hat, als eben das Ende „anzukündigen“).

Handlung nur mäßig originell, Umsetzung verfahren und verwirrend bis lachhaft (die Identität des mysteriösen Ehemanns!) – das lohnt sich leider nicht.

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