Vier Fliegen auf grauem Samt


Originaltitel:
4 mosche di velluto grigio
Alternativtitel:
Four Flies on Grey Velvet
Jahr:
1971
Eingetragen:
25.03.2012
IMDB-Wertung:
6,8/10

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Roberto (Michael Brandon) fühlt sich von einem älteren Mann (Calisto Calisti) verfolgt. Als er ihn zur Rede stellen will, zückt der ein Messer, es kommt zum Handgemenge und der Mann stirbt. Roberto verschwindet in Panik, doch es gab einen Zeugen, der Fotos der Tat geschossen hat. Als es nicht mehr bei Drohbriefen bleibt, sondern der maskierte Mann auch in die Wohnung eindringt, vertraut sich Roberto seiner Frau Nina (Mimsy Farmer) sowie seinem guten Freund Godfrey/„God“ (Bud Spencer) an.

Doch was will der Zeuge eigentlich? Eine Schweigegeldforderung lässt auf sich warten. Stattdessen wird Maria (Laura Troschel), eine Bekannte Ninas, die anscheinend etwas wusste, ermordet. Der von Roberto engagierte Privatdetektiv Arrosio (Jean-Pierre Marielle) wirkt zwar erstmal inkompetent, stößt aber trotzdem auf eine Spur – was seiner Gesundheit jedoch nicht bekommt. Schließlich muss auch Dalia (Francine Racette), Ninas Cousine, dran glauben. Die Polizei zieht ein neues wissenschaftliches Verfahren heran, mit dem die letzten optischen Eindrücke einer Toten „photographisch entwickelt“ werden können. Bei Dalia waren dies (verschwommene) vier Fliegen auf grauem Samt. Was hat das zu bedeuten?

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„Der verlorene Film Dario Argentos“: Vielgesucht und entsprechend viele Legenden ranken sich darum. Was rar ist, muss ja praktisch „genial“ sein! Vielleicht steckt sogar eine breitangelegte Verschwörung dahinter, ihn absichtlich vor den Augen der Öffentlichkeit versteckt zu halten? Tja, oder vielleicht eben auch nicht.

Tatsächlich steht Vier Fliegen auf grauem Samt wohl zu Recht ganz unten auf den Listen aller Filmrestaurateure und -vermarkter. Die Handlung ist wirr bis teilweise jenseits der Schwachsinnsgrenze. Insbesondere die Auflösung fällt nachher in die Kategorie „irgendjemand musste es ja sein“. Und bei den Morden hatte man gerade mal eine gute Idee: Als Maria dran glauben muss, ist Hilfe im wahrsten Sinne des Wortes in Reichweite – aber durch eine kurzfristig unüberwindliche Mauer zum Zuhören verdammt.

Irgendwann wird der Film sicherlich trotzdem noch seine „Deluxe-Veröffentlichung“ bekommen. Dazu ist Herr Argento einfach zu bekannt. Doch bis auf Extremfans, die wirklich jeden Schnippsel haben müssen, braucht sich wirklich niemand darauf zu stürzen.

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